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Adidas: Weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Herzogenaurach (dpa) - Mehr Geld einzunehmen als im Vorjahr war für Adidas im ersten Quartal schwierig, schließlich gab es 2012 sowohl eine Fußball-EM als auch Olympische Spiele. Stattdessen konzentrierten sich die Franken deshalb auf die Marge - und trieben dadurch den Gewinn nach oben.

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Adidas machte im ersten Quartal 2013 eniger Umsatz, aber mehr Gewinn. Foto: Daniel Karmann/Archiv Foto: dpa

Der Umsatz bei Europas größtem Sportartikelhersteller ging im ersten Quartal um 1,9 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro zurück, wie der Konzern am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Im diesjährigen Startquartal wirtschaftete Adidas zum Ausgleich effizienter: Trotz der gesunkenen Erlöse kletterte das Betriebsergebnis um 8,1 Prozent auf 442 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 308 Millionen Euro, das ist ein Plus von 6,5 Prozent.

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Diese Zahlen trieben den Aktienkurs der Franken auf ein Allzeithoch: Er stieg am Mittag um mehr als sechs Prozent auf knapp 84,50 Euro. Zumal Adidas im ersten Quartal nicht nur die Marge deutlich verbessert hatte, sondern auch noch ein Ende der Schwächephase beim Sorgenkind Reebok in Aussicht stellte. «Wir erwarten definitiv, dass Reebok zu Wachstum zurückkehrt», sagte Vorstandschef Herbert Hainer mit Blick auf das dritte Quartal.

In den ersten drei Monaten des Jahres hatte die Fitness-Tochter die Umsatzentwicklung des weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzerns hinter Nike erneut gehemmt. Mit 378 Millionen Euro brachte die Marke - auch bedingt durch Sondereffekte - gut 16 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresquartal.

Zusätzlich belasteten Währungsschwankungen die Gesamterlöse. Auch die Geschäfte in Westeuropa liefen verhalten. Dennoch steigerten ein besserer Preis- und Produktmix, eine günstigere regionale Verteilung sowie ein größerer Anteil von gewinnträchtigeren Einzelhandelsumsätzen die Bruttomarge auf ein Rekordhoch von mehr als 50 Prozent.

Entsprechend bestätigte der Konzern mit weltweit gut 47 100 Mitarbeitern seine Jahresprognose. Der Umsatz soll währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen, während der Konzerngewinn auf einen Rekordwert von 890 Millionen bis 920 Millionen Euro klettern soll.

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