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AfD nach rasantem Aufstieg im Bundestag

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Alexander Gauland, AfD-Spitzenkandidat auf der Wahlparty seiner Partei im Traffic Club am Berliner Alexanderplatz. Foto: Julian Stratenschulte Foto: dpa

Berlin (dpa) - Mit einem zweitstelligen Ergebnis zieht die rechtsgerichtete Alternative für Deutschland (AfD) in den Bundestag ein. Damit ist erstmals seit 1990 eine neue Partei im Parlament vertreten. Damals schaffte das die PDS, die heutige Linkspartei.


Mit populistischen Parolen wie «Wir holen Dir Dein Land zurück!» haben die Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland, Alexander Gauland und Alice Weidel, erfolgreich um Stimmen geworben. Die Neulinge sind wohl drittstärkste Kraft.

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Im Gründungsjahr 2013 war der Einzug in den Bundestag mit 4,7 Prozent noch knapp gescheitert. Danach der rasche Aufstieg: Die AfD gewann bei der Europawahl 2014 und allen nachfolgenden 13 Landtagswahlen Mandate. In sieben Ländern wurde sie zweistellig.

Zentrale Themen der AfD waren zunächst die Eurokrise, dann der Zustrom vieler Flüchtlinge. Zu den Schwerpunkten ihres Programms zählen Grenzkontrollen, die Ausweisung von Asylsuchenden ohne Flüchtlingsstatus, die Eingrenzung des Islam («gehört nicht zu Deutschland»), aber auch ein konservatives Familienbild.

Politisch-inhaltlich sind viele Akteure keineswegs auf einer Linie. Neben Rechtsauslegern um den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke prägen Nationalkonservative wie Gauland und Wirtschaftsliberale wie Weidel das Bild der AfD. Die Partei selbst bezeichnet sich als «bürgerlich» und «patriotisch». Alle etablierten Parteien schließen eine Zusammenarbeit mit ihr aus.

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