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Aigner erwägt 2013 Wechsel nach München

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Ilse Aigner zieht nach Angaben des «Münchner Merkur» in Betracht, sich 2013 bei der bayerischen Landtagswahl um ein Direktmandat in Oberbayern zu bewerben. Foto: Soeren Stache Foto: dpa

Berlin (dpa) - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) erwägt für kommendes Jahr einen Wechsel von Berlin in die bayerische Landespolitik. Dies berichtet der «Münchner Merkur» (Samstag), entsprechende Informationen wurden der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend bestätigt.


Demnach will Aigner aber in jedem Fall bis zur Bundestagswahl 2013 ihr Ministeramt ausüben. Wie das Blatt weiter schreibt, führe Aigner derzeit intensive Gespräche mit Parteichef Horst Seehofer. Dabei gehe es um die Gesamtaufstellung der CSU.

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Ziel müsse es sein, «die CSU 2013 so stark zu machen wie möglich», heiße es in der Parteiführung. Aigner ziehe in Betracht, sich im September 2013 bei der Landtagswahl um ein Direktmandat in Oberbayern zu bewerben. An diesem Samstag wollten Seehofer und Aigner nach einer CSU-Konferenz in Ingolstadt gemeinsam vor die Presse treten - die Partei lud für 13.00 Uhr ein.

Die bayerische Landtagswahl könnte am 15. September 2013 stattfinden, eine Woche später wäre ein möglicher Bundestagswahl-Termin. In Bayern müssen CSU und FDP um ihre Mehrheit fürchten. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, macht sich Hoffnungen, die jahrzehntelange CSU-Dominanz zu brechen.

Schon im vorigen November hatte es Spekulationen über einen Wechsel Aigners nach München gegeben. Damals ging es um die Nachfolge des scheidenden Finanzministers Georg Fahrenschon, die letztlich aber Markus Söder übernahm. Es gab zudem Spekulationen, sie rechne sich Chancen aus, mittelfristig erste Ministerpräsidentin Bayerns werden zu können. Die 47 Jahre alte gelernte Elektrotechnikerin ist neben ihrem Ministeramt auch Bezirksvorsitzende der CSU Oberbayern.

1985 trat Aigner in die CSU ein und gilt als Hoffnungsträgerin. Sie war bereits von 1994 bis 1998 Mitglied des bayerischen Landtags, bevor sie in den Bundestag einzog. Seit Ende Oktober 2008 ist sie Verbraucherschutzministerin. In ihre bisherige Amtszeit fielen auch Herausforderungen wie das Krisenmanagement im Dioxin-Skandal und beim Ehec-Ausbruch.