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Zirkusdirektor Philipp Frank liebt seine Zirkustiere. Unser Bild zeigt ihn mit einem Teil davon, dem Trampeltier Barbara, dessen Fohlen Ivana und – im Hintergrund dem weißen Zirkuspferd Faisal. (Foto: Zandl)

Akrobaten, Clowns und Tiere zu Gast – Zirkus Boldini gibt drei Vorstellungen zum Ende der Pfingstferien

Seeon-Seebruck – Gleich drei Vorstellungen gibt der Zirkus Boldini demnächst in Seeon: am kommenden Sonntag, Montag und Dienstag jeweils um 16 Uhr im Zelt auf der Wiese neben der Schule.


Im diesjährigen Jubiläumsjahr feiert der Zirkus Boldini 210 Jahre Zirkustradition und präsentiert ein besonders spektakuläres Programm mit Artisten von internationaler Klasse, einfühlsamen Tierdressuren, lustigen Clownsketchen und atemberaubender Luftakrobatik. Karten für die Aufführungen gibt es unter Telefon 0159/03 06 18 56.

Am Montag – dem ersten Tag nach den Pfingstferien – beginnt dann auch das Schulprojekt. Die Kinder aus der Grundschule Seeon dürfen bis Donnerstag ihre eigenen Talente erkunden und fleißig üben. Was sie dabei gelernt haben, präsentieren sie dann am Donnerstag um 18 Uhr.

Das Traunsteiner Tagblatt traf Zirkusdirektor Philipp Frank (63) noch vor der Anreise an seinem letzten Standort in Egerer, wo man sehr gut aufgenommen worden sei. »Das sind ganz nette Leute hier und gute Nachbarn, die unseren Zirkus immer für etwa eine Woche aufnehmen und unterstützen.«

Der Zirkus ist sein Leben, sagt Frank. Er sei der drittälteste Zirkus in Deutschland, dessen Geschichte bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreiche. Im Laufe der Zeit kam es zu mehreren Aufspaltungen innerhalb der kinderreichen Familie, weil ein Zirkus nur für eine bestimmte Zahl von Familienmitgliedern den Unterhalt erwirtschaften könne. Frank selbst ist mit sieben Geschwistern aufgewachsen, von denen nur noch sein Bruder Gerhard dem Zirkus Boldini angehört.

Mit derzeit zehn Mitarbeitern, knapp 30 Tieren und einem Zweimast-Zirkuszelt gehört der Zirkus Boldini zu den kleineren der etwa 400 Zirkusse in Deutschland. Das Personal setze sich mit Frank als Zirkusdirektor, seiner Frau, der Managerin und Eigentümerin des Zirkus', seiner Schwiegermutter, seinem Bruder mit Frau und seinen drei Töchtern und zwei Söhnen als reiner Familienbetrieb zusammen.

»Zum Zirkus gehören momentan auch sechs Pferde, vier Trampeltiere, fünf Alpakas und drei Lamas«, sagt Frank. »Unsere Tiere arbeiten gut und gerne, sie freuen sich auf die Auftritte.« Zum Programm gehören unter anderem fünf artistische Darbietungen in der Luft – bis zum Salto Mortale. Seine Töchter seien sehr begehrt bei anderen Zirkussen, besonders zwischen Dezember und März, wenn der eigene Zirkus sein Winterquartier auf einem Aussiedlerhof in Armutsham bei Trostberg bezieht. Dann seien sie oft bei anderen Zirkussen engagiert für deren Weihnachtsvorstellungen.

az/fb