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»Akzente« in Waging

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Alexandra Plaul-Weingartner wirft mit ihrem Gemälde in der Waginger Tourist-Information den Blick auf eine »Ausstellung«. (Foto: Bohm)

Hannelore Strohmeier, Alexandra Plaul-Weingartner und Helga Huth haben in der Tourist-Information in Waging ein vielfältiges und buntes Angebot zusammengestellt, in dem jeder Besucher sicher »sein« Lieblingsbild wird. Das künstlerische Trio (Karin Feldner musste kurzfristig absagen) stammt aus Traunstein und hat dort bereits mehrfach ausgestellt. Nun wollten sich die Damen auch in Waging präsentieren. Und wer die Ausstellung besucht, wird es nicht bereuen.


Da gibt es Bilder voller Lebensfreude, farbig und bunt: Blumen, Blüten, Pflanzen, und Landschaften in ansprechenden Stimmungen ebenso wie Tiere, Abstraktes und Dynamik. Neben so bekannten Techniken wie Aquarell, Acryl und Pastell fällt eine große Anzahl von Bildern in »Assemblage-Technik« auf. Durch das Aufbringen von Papier, meist Seidenpapier, auf einen Karton- oder ähnlichen Untergrund entstehen beim Zusammenziehen plastische Strukturen. Und wer sich mit den Fingern davon überzeugen möchte – es reizt einfach, das zu überprüfen – wird von den Künstlerinnen nicht davon abgehalten, sondern ermuntert, die feinen Linien und formen »nachzufühlen«. Die haptische Erfahrung von Malerei ist ein Erlebnis für sich.

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Hannelore Strohmeier zeigt mit einer Motorradgruppe nicht nur »Power«, sondern auch »Freundschaft« und hat das chinesische Zeichen dafür auf ein beruhigend grüngrundiges Werk gemalt. Auch der Bambus daneben passt dazu. Eine ganz andere Seite der Malerin zeigt sie mit ihren starkfarbigen abstrakten Gemälden.

Von Helga Huth sind zartfarbene Werke mit Flieder, Mohnblüten, Tulpen, einer Schale mit Radieschen in Aquarell oder Stillleben in Pastellfarben zu sehen. Sie traut sich aber auch, Anleihen bei Friedensreich Hundertwasser zu nehmen. Natürlich dürfen auch bei ihr Landschaften nicht fehlen.

Alexandra Plaul-Weingartner lässt ein Pferd beim ersten Schnee aus purer Lebensfreude über die Weide galoppieren, zeigt an einem »Morgen am See« Schiffe wie eine Fata Morgana, geheimnisvoll im Nebel, und hält den »Küstenzauber« fest. Sie lässt die Samen einer Pusteblume in den Himmel steigen und nennt das Bild passend »Augenblicke«. Ein eigenes Sujet sind die Tanzstudien. »Aus dem Rahmen« fällt – wörtlich und im übertragenen Sinn – das Triptychon »Galaxie«.

Insgesamt präsentieren die drei Künstlerinnen 64 Bilder in unterschiedlichen Techniken, Formaten und Themen. Besucher können bei dieser Ausstellung richtig auf »Entdeckungsreise« gehen, die noch bis zum 7. Juni unter dem Titel »Akzente« in der Tourist-Information in Waging zu sehen ist. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Hannelore Bohm