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ALBA Berlin gewinnt Champions Cup gegen Bayern München

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Die ALBA-Verteidigung bereitete den Bayern Kopfzerbrechen. Foto: Oliver Mehlis Foto: dpa

Berlin (dpa) - Pokalsieger ALBA Berlin hat den Champions Cup der Basketball-Bundesliga gewonnen.


Die Berliner setzten sich daheim gegen den deutschen Meister Bayern München mit 76:68 (45:25) durch und entschieden das erste Prestigeduell mit dem Rivalen damit für sich. Auch im vergangenen Jahr hatte ALBA den ersten Titel der Saison geholt.

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Vor 11 105 Zuschauern war Jamel McLean mit 15 Punkten bester ALBA-Schütze. Bei den Bayern kam John Bryant auf 14 Zähler. Münchens Coach Svetislav Pesic wurde wegen Kritik an den Schiedsrichtern zur Pause disqualifiziert. Die Bayern starten am Donnerstag gegen den Mitteldeutschen BC in die neue Saison, ALBA trifft zunächst auf die BG Göttingen.

Die Berliner wirkten von Anfang an wacher und aggressiver als der Topfavorit aus München. Während bei den Bayern fast nichts zusammenlief, zeigte ALBA bereits zahlreiche vielversprechende Aktionen. Und das, obwohl Neuzugang Alex Renfroe noch nicht zum Kader zählte. Der Ex-Bamberger wurde mit Blick auf den Liga-Auftakt noch geschont. Dagegen feierte Power Forward Marko Banic sein Debüt für die Hauptstädter.

Die Bayern mussten auf Star-Neuzugang Anton Gavel verzichten, der ehemalige Bamberger klagt über Beschwerden an der Schulter. Kapitän Bryce Taylor wurde wegen Adduktorenproblemen ebenfalls noch nicht eingesetzt. Doch auch wenn zwei der Topspieler noch fehlten, war der Auftritt des deutschen Meisters vor allem vor der Pause enttäuschend. Die Süddeutschen trafen vor dem Seitenwechsel erschreckend schwach aus dem Feld, lediglich 5 von 27 Würfen fanden ihren Weg in den Korb.

Die Berliner ließen zwar auch noch viele Chancen aus, dennoch lagen sie von Beginn an vorn und bauten ihren Vorsprung aus. Schon nach zehn Minuten führten die Hausherren mit zehn Punkten (21:11), im zweiten Viertel zog ALBA zwischenzeitlich sogar auf 24 Zähler davon (43:19). Zur Pause betrug der Vorsprung immer noch beruhigende 20 Punkte (45:25), woran Neuzugang McLean (11) großen Anteil hatte.

Bayern-Coach Pesic war nach der Darbietung dermaßen bedient, dass er seinen Frust an den Schiedsrichtern ausließ und dafür zunächst ein technisches und danach ein disqualifizierendes Foul erhielt. Zum zweiten Durchgang durfte der ehemalige Nationaltrainer den Innenraum nicht mehr betreten und wurde von seinem Assistenzcoach Emir Mutapcic ersetzt. Auswirkungen auf den Saisonstart hat Pesics Disqualifikation aber nicht.

Für die Gäste wirkte die Suspendierung ihres Trainers zumindest als Weckruf. Die Münchner traten nun deutlich engagierter auf und verkürzten den Rückstand bis zum Schlussviertel auf elf Punkte (53:64). Wirklich gefährden konnten sie den Sieg der Berliner aber nicht mehr.

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