Alfred Lagler seit 70 Jahren beim EVB

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Die anwesenden geehrten Mitglieder des EV Berchtesgaden (v.l.): Wolfgang Seiberl, Leo Eppich, Andreas Irlinger, Alfred Lagler, Andreas Stöckl und Armin Nowak mit Vorstand Alexander Kohl. (Foto: Christian Wechslinger)

Schönau am Königssee – Die Mitglieder des EV Berchtesgaden kamen kürzlich im Gasthaus »Unterstein« zur Jahreshauptversammlung zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens standen der Vorstandsbericht von Alexander Kohl, die Berichte der weiteren Vorstandsmitglieder, Ehrungen und die Wahl einer neuen Vorstandschaft.


Alexander Kohl begrüßte zur Versammlung 33 Vereinsmitglieder, zeigte sich aber etwas enttäuscht, dass viele der zu Ehrenden nicht gekommen waren. Nachdem das Coronavirus die Menschen fest im Griff hatte, konnte im letzten Jahr weder Eishockey gespielt noch Eiskunstlauf betrieben werden. Und auch die Versammlung musste um ein Jahr verschoben werden. Gleichwohl berichtete Kohl, dass erst jüngst die Saison mit einem Eis-Camp für 60 Kinder des EVB begonnen hat. Auch die erste Eishockeymannschaft befindet sich bereits voll im Trainingsbetrieb und geht dreimal pro Woche aufs Eis an der Schießstätte.

Der Vorstand sprach auch die 100-Jahrfeier des EV Berchtesgaden an, die am 25. Juni 2022 mit einem Festabend im Eisstadion begangen werden soll. Im Rückblick auf die Saison 2019/20 freute sich Kohl über die gute Zusammenarbeit des Vereins mit den Eismeistern.

Neue Unterstützer

Am Schluss seines Vortrags berichtete der Vorstand von mehreren neuen Sponsoren. So wird der Verein künftig von Oliver Sekula unterstützt, der in seiner Jugend beim EVB Eishockey gespielt hat. Und auch Christian Eiber, der Sohn des früheren EVB-Förderers Hans Eiber, steht dem EVB künftig zur Seite. Als Sponsoren mit dabei sind auch die Wirtsleute des Gasthauses »Unterstein«, die den Nachwuchsbereich des EVB fördern wollen.

Marcella Schwaiger sprach als Abteilungsleiterin für die Sparte Eiskunstlauf und kündigte an, dass man in der neuen Saison mit drei Leistungsgruppen arbeiten werde. Die Abteilungsleiterin freute sich, dass es im Gegensatz zu anderen Vereinen keine Austritte gegeben habe. Jugendleiter Dr. Wolfgang Zern sprach davon, dass man die Saison 2019/20 mit dem DEC Inzell noch gut hingebracht habe, ehe das Virus alles gebremst hatte. Die Situation sei bis zu ersten Lockerungen keine leichte gewesen und so habe man die Sommervorbereitung zunächst in kleinen Gruppen begonnen. Man habe die Saison 2020/21 akribisch mit diffizilen Hygienemaßnahmen vorbereitet und das Stadion sei bereits vereist gewesen, als das Aus gekommen sei. Schweren Herzens habe man dem Abtauen des Eises zusehen müssen, was schließlich die Lahmlegung einer kompletten Saison nach sich gezogen hatte.

Man konnte im letzten Sommer aber mit einem gezielten Trockentraining beginnen, das in einem Eis-Camp für den Eiskunstlauf – und Eishockey-Nachwuchs gipfelte. Dr. Zern freute sich besonders, dass kein einziger Nachwuchsspieler verloren gegangen sei. So werde man wieder zusammen mit dem DEC Inzell und vier Nachwuchs-Mannschaften in die Saison 2021/22 starten.

Der Jugendleiter beendete seine Ausführungen mit einem großen Dank an alle, die sich um den Eishockeysport verdient machen. Auch der Abteilungsleiter Eishockey, Andreas Stöckl, hielt Rückschau und sprach etwas ironisch von der erfolgreichsten Saison des EVB in der Vereinsgeschichte. Denn man habe vor dem Corona-Aus ein Vorbereitungsspiel gegen den DEC Inzell gewonnen. Damit kam der EVB 2020/21 ohne Niederlage durch die Saison. Stöckl drückte seine Freude darüber aus, dass der EVB ohne bezahlte fremde Kräfte auskomme und sprach von einem starken Kader, mit dem man in die neue Saison gehen werde.

Nachwuchsspieler?

Bereits am 1. Oktober findet um 19.30 Uhr ein erstes Vorbereitungsspiel auf eigenem Eis gegen den Rivalen DEC Inzell statt. 14 Tage später trifft der EVB auf die »Oilers« aus Salzburg, ehe am 22. Oktober die Saison mit dem ersten Meisterschaftsspiel in der Bezirksliga gegen den ERSC Ottobrunn beginnt. Stöckl sprach jedoch auch eine gewisse Lücke im Nachwuchsbereich an und hofft darauf, dass die erste Mannschaft noch lange zusammenbleibt, um den nachrückenden Kräften die Chance eines Übertritts in die erste Mannschaft zu ermöglichen. »Die älteren Spieler müssen halt noch einige Zeit durchhalten, schließlich ist die erste Mannschaft das Aushängeschild jedes Vereins«, schloss Abteilungsleiter Andreas Stöckl seine Ausführungen.

Schriftführerin Gudrun Heim sprach über drei Ausschusssitzungen und den Problemen in der Corona-bedingt schwierigen Zeit. Kassierin Heidi Hann teilte den Mitgliedern akribisch vorgetragen die finanzielle Situation mit und bat darum sie in absehbarer Zeit abzulösen. Heidi Bork sprach als Kassenprüferin (zusammen mit Uwe Kolb) von der perfekten Arbeit der Kassierin. Ein Höhepunkt der Generalversammlung war die Ehrung mehrerer langjähriger treuer Vereinsmitglieder (siehe Kasten). Stellvertretend stellte Vorstand Alexander Kohl die Vereinstreue von Alfred Lagler heraus, der dem EVB bereits seit 70 Jahren angehört. Lagler ließ es sich nicht nehmen, dem EVB eine stattliche Spende zu überreichen. Vorletzter Tagesordnungspunkt der Versammlung waren die Neuwahlen, die wie immer das langjährige Mitglied Bartl Mittner durchführte.

Alle vorgeschlagenen Personen wurden einstimmig oder mit nur einer Enthaltung in ihren Ämtern bestätigt. Gleichwohl merkte Vorstand Alexander Kohl an, dass die zweijährige Amtszeit seine letzte wird. Schließlich bat der Mannschaftskapitän der ersten Mannschaft Vesti Brandner die Vorstandschaft darum, vor dem großen offiziellen Festakt zum 100-jährigen Bestehen des EV Berchtesgaden einen Erlebnistag für Jung und Alt durchführen zu dürfen, den die Spieler der ersten Mannschaft organisieren würden.

Christian Wechslinger