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Algerischer WM-Kapitän von 1982 ohne Revanchegelüste

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Fergani und Hrubesch
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Der deutsche Stürmer Horst Hrubesch (r) im Zweikampf mit dem algerischen Mittelfeldspieler Ali Fergani. Foto: Wolfgang Weihs/Archivbild vom 16.06.1982 Foto: dpa

Berlin (dpa) - Eigentlich hätte Ali Fergani durchaus Gründe, der deutschen Elf bei dieser WM Schlechtes zu wünschen - tut er aber nicht.


Der Kapitän der algerischen WM-Mannschaft von 1982, die durch den «Nichtangriffspakt» beim 1:0 Deutschlands gegen Österreich ausschied, hat gute Erinnerungen an diese Zeit: «Wir sind erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb ausgeschieden. Das ist eine Zeit des Ruhms für den algerischen Fußball», sagte in einem Interview der «Tageszeitung/taz» vom Montag. «Meine Landsleute erinnern sich mit Stolz an diese Zeit.»

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Kein Groll also gegen den Achtelfinalgegner Deutschland? «Algerien hat gute Erfahrungen mit Deutschland gemacht. Wir haben zweimal gegen Deutschland gespielt und beide Spiele gewonnen», sagte er vor dem Montagabendspiel (22.00 Uhr MESZ) im brasilianischen Porto Alegre. Der 2:1-Sieg gegen Deutschland 1982 wurde zwar durch die «Schande von Gijón», also das unrühmliche 1:0-Gekicke der Deutschen und der Österreicher, zunichtegemacht. Die K.o-Partie am Abend sei aber aus algerischer Sicht keine Revanche. «Wenn hier einer Revanche will, dann Deutschland. Denn Deutschland hat uns noch nie besiegt.»