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Beiratssitzung: Umweltminister Marcel Huber hat nichts zu klagen

Alles fit im Nationalpark

Berchtesgaden – Umweltminister Marcel Huber war am Montagmittag zu Gast im »Haus der Berge«. Anlass seines Besuches war die Beiratssitzung des Nationalparks, die einmal im Jahr organisiert wird. »Es gab schon hitzigere Jahre«, sagte Huber im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger«, und fasste damit eine nach seiner Meinung »harmonische« Veranstaltung zusammen. Zur Klage Bischofswiesens wegen der Almrechte wollte sich der Minister nicht äußern.

Marcel Huber, bayerischer Umweltminister, hat Grund zur Freude: Im »Haus der Berge« läuft alles paletti.
Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel erklärt Minister Huber das Außengelände. Das soll bald fertiggestellt werden. Fotos: Anzeiger/Pfeiffer

So etwas hört auch Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel gerne: Dessen Chef, der Umweltminister, hat nichts zu klagen. Brennpunktthemen? Fehlanzeige. Im Grund genommen gibt es nur Erfolgsmeldungen. »Das Haus der Berge« etwa. Seit Mai letzten Jahres hat es eröffnet, mittlerweile haben 180 000 Besucher das 19-Millionen-Euro-Objekt besucht. Alleine 80 000 waren in der Ausstellung. Damit ist auch der Minister sehr zufrieden: »Das ist eine erfreuliche Nachricht.« Erfreulich soll es rund um das Haus auch weitergehen. Denn endlich wird die Außenanlage fertiggestellt. Noch in diesem Jahr wird der Freibereich für Besucher zugänglich sein. Ein Termin steht noch nicht fest. Umweltminister Huber ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, und engagierte Nationalparkchef Vogel für einen Privatrundgang. Dort konnte sich der Landespolitiker von den Fortschritten im Außenbereich ein Bild machen.

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Nichts sagen wollte Huber zu Bischofswiesens Klage gegen den Freistaat. In dieser geht es um die Almrechte. »Das ist ein schwebendes Verfahren, und deshalb kommentiere ich das nicht«, sagte er auf Nachfrage. In der Beiratssitzung informierten sich die 40 Teilnehmer über die Aktivitäten des Nationalparks, »es ist viel über wissenschaftliche Themen gesprochen worden«, informierte der Minister. So hat das Thema Klimawandel auch im Nationalpark Berchtesgaden einen hohen Stellenwert, »die Klimaveränderung in den Alpen schreitet zügig voran.« Die Temperaturen änderten sich in den Höhenlagen deutlicher als im Tal. Welche Auswirkungen das sich ändernde Klima auf Tier- und Pflanzenwelt habe, stehe im besonderen Interesse des hiesigen Nationalparks, weiß Minister Huber. Außerdem kündigte er an, mit weiteren Nationalparks zu kooperieren.

In Sachen Personalsituation im »Haus der Berge« gebe es noch Nachbesserungsbedarf. Besonders zuversichtlich, hier in nächster Zeit weitere Stellen besetzen zu können, klang Hubers Stellungnahme nicht. »Der Freistaat spart beim Personal, das ist bekannt.« Allerdings werde der Nationalpark auch in Zukunft den Spagat schaffen und mit der Personalsituation zurecht kommen. Kilian Pfeiffer