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»Alles gut, viel Schnee« – Gutes Jahr für Ski-Klub Berchtesgaden

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Berchtesgaden: Jahreshauptversammlung des Ski-Klubs Berchtesgaden im »Goldenen Bären«
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Geehrt vom ersten Vorsitzenden Wilfried Däuber (l.):Adalbert Hahn (50-jährige Mitgliedschaft), Siegfried Renoth (50), Herbert Renoth (50), Wolfgang Bernegger (50), Michael Willeitner (25), Konrad Winkler (25) und Stefan Kermer (40)(v.l.). Rechts auf dem Bild: Zweiter Vorstand Thomas Vorberg. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – Der Winter kann kommen, alles ist bereitet. Es muss ja nicht unbedingt ein »Katastrophenwinter« werden, wie der vergangene, hoffte jedenfalls Wilfried Däuber, 1. Vorsitzender des Ski-Klubs Berchtesgaden während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus »Goldener Bär«.


Allerdings sei die Katastrophe für den Berchtesgadener Wintersport weitestgehend ausgeblieben, nur eine Veranstaltung habe wegen Dauerschneefalls ausfallen müssen. Ansonsten war das zurückliegende Jahr ein gutes, berichteten sowohl Däuber als auch die Referenten der einzelnen Sparten des Vereins. Neues hatte Marktbürgermeister Franz Rasp in Sachen Skisprung-Anlage am Kälberstein mitzuteilen.

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Marktbürgermeister Franz Rasp hatte gute Nachrichten dabei. »Es tut sich etwas am Kälberstein«, informierte er. Man habe endlich beim Skiverband sowie bei Bund und Land erkannt, dass Kommunen Leistungssportanlagen nicht alleine betreiben könnten und Zuschüsse für Neubauten in neuen Höhen in Aussicht gestellt und auch die jährlichen Betriebskosten, die sich im sechsstelligen Bereich befänden, zu stützen. Auch habe man sich einigen können, dass, wenn es eines Schanzen-Neubaus oder einer grundlegenden Sanierung bedürfe, die Anlage am Kälberstein den Vorzug vor Ruhpolding erhalte.

Die Herausforderungen im sportlichen wie organisatorischen Bereich habe man erfolgreich erledigt und abgearbeitet, informierte Wilfried Däuber. Für den anstehenden Winter sei Skibetrieb wie 2016/17 geplant. Lediglich der nordische Bayerncup im letzten Januar sei wegen Dauerschneefalls rechtzeitig abgesagt worden.

Als Riesenerfolg bezeichnete Däuber die Kinder- und Jugendskischule. Nach längerer Pause sei man wieder mit Musik durch den Markt zur Siegerehrung gezogen, das werde wieder so sein. Großes Lob habe es auch vonseiten der FIS und des DSV für die Abwicklung des Damen-Europacups am Jenner gegeben. Im Februar werde wieder ein Europacup-Rennen, diesmal für Herren, durchgeführt, parallel zum Weltcup im Skibergsteigen, wobei man die öffentliche Startnummernausgabe sowie die Siegerehrung gemeinsam mit dem Alpenverein am Weihnachtsschützenplatz durchführen wolle.

Veranstaltungen

Der Versuch mit vier Veranstaltungen um den Edelweißcup sei erfolgreich gewesen, dann sei auch die Abwicklung des Deutschlandpokals im Springen und der Nordischen Kombination und Langlauf in Ruhpolding bestens verlaufen. Ein solcher Wettbewerb stelle die gleichen technischen Anforderungen wie ein Weltcup, wobei der DSV die Technik zur Verfügung stelle. Dennoch müsse man in diesem Jahr, nach rund 30 Jahren, die Erfassungsterminals erneuern, was Kosten von etwa 3500 Euro ausmache. »Wir versuchen möglichst viele Veranstaltungen durchzuführen, dass unsere Aktiven im Kinder-, Schüler- und Jugendbereich Heimvorteil genießen können«, so Däuber. Mit den Veranstaltungen generiere man Gewinne, die wieder im Sport investiert würden. Bald unumgänglich nannte Däuber verschiedene digitale Neuwege, die nun in Angriff genommen werden müssen. Schriftführerin

Maria Stangassinger ging auf eine Reihe von vergangenen Veranstaltungen ein und gab einen Ausblick auf die kommenden Monate. Besonders wies Maria Stangassinger auf die »Special Olympics Deutschland« hin, bei denen die Langlaufwettbewerbe in Berchtesgaden, unter Beteiligung des SKB, am Aschauerweiher durchgeführt, die alpinen Wettbewerbe sowie Snowboard am Götschen stattfinden werden.

Skischule

Erfreuliches hatte auch Peter Hasenknopf als Sportwart Alpin zu berichten. Etwa 36 Kinder seien ständig im Training, wobei man stark von der guten Arbeit der von Martin Rasp jun. geleiteten Skischule profitiere. Immerhin sei man wieder der erfolgreichste Verein im Chiemgau gewesen, habe zudem drei Athleten in FIS-Rennen einsetzen können.

Von 21 Aktiven konnte Sportwart Jürgen Schmidt berichten, die von fünf Trainern betreut werden. Zu den Spitzenathleten zählte er Christian Frank und Florian Weinert, die es in den C-beziehungsweise D/C-Kader des DSV in der Nordischen Kombination oder im Skispringen geschafft haben. Sebastian Schmidt im Skispringen und Julius Borgenheimer in der Nordischen Kombination seien in die Schülermannschaft des BSV aufgenommen worden.

In der von Sportwart Martin Rasp betreuten Jugend-Skischule seien derzeit 76 Kinder zwischen vier und zwölf Jahren im Training, wobei man ein neues Konzept verfolge, das statt vier nun fünf Tage Training vorsehe. Die Mittagspause gebe es nun nicht mehr, stattdessen habe man ein Verpflegungszelt an der Piste. Auch von den Referenten der beiden vom SKB betriebenen Hütten war nur Gutes zu hören. Stefan Angerer von der Kreuzeder-Hütte machte es knapp: Alles in Ordnung, viel Schnee, kleinerer Schaden, viel Holz gemacht.

Thomas Vorberg berichtete vom guten Stand um das Hugo-Beck-Haus und hob hervor, dass die Leistungen des Teams um den engagierten Pächter, vor allem während der Bauarbeiten an der Jennerbahn, enorm gewesen seien. »Es wird besser werden«, prognostizierte schließlich Kassierin Gisela Görlich, die ein umfangreiches Zahlenwerk an Einnahmen und Ausgaben vorlegte. Von Hermann Lochschmidt als Kassenprüfer, vertreten von Erhard Moldan, wurde ihr eine tadellose Buchführung bescheinigt, was zur einstimmigen Entlastung des gesamten Vorstandes führte. Helmut Weinbuch verwies abschließend auf die Leistungen des von ihm gegründeten Fördervereins. Däubers letzter Satz sollte wohl den aktuellen Zustand des Ski-Klubs ausdrücken: »Alles stimmt.«

Dieter Meister