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Alpengemeinden tauschten sich aus

Grassau. Die Jahrestagung des Gemeindenetzwerkes »Allianz in den Alpen« mit mehr als 90 Teilnehmern aus sieben Ländern hat heuer im Sporthotel Achental in Grassau stattgefunden. Dort ging es in erster Linie um den Austausch untereinander. Bei dem Treffen fiel außerdem der Startschuss für das Programm »dynAlp-nature«. Das neue Förderprogramm des Gemeindenetzwerks wird länderübergreifende Kooperationsprojekte fördern, welche nachhaltige Maßnahmen – etwa die Schaffung und den Erhalt von Biodiversität – umsetzen.

In Workshops konnten die Gemeindevertreter ihre Ideen und Visionen einbringen.

Bei der Jahrestagung wurde auch das Projekt »Alpstar« vorgestellt. In zwölf Pilotregionen im gesamten Alpenraum will man Strategien oder Aktionspläne für die Regionen erarbeitet, dabei sind der Klimaschutz und die Verringerung des CO2-Ausstoßes das übergeordnete Thema. Das Achental ist dabei eine Pilotregion.

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Das inhaltliche Kernstück der Veranstaltung gestaltete Wolfgang Pfefferkorn, der die Anwesenden ermutigte, couragiert und zukunftsorientiert zu handeln. Laut Pfefferkorn müsse eine zukunftsfähige Wirtschaftsentwicklung in den Alpen, die Bedürfnisse einer naturverträglichen Gesellschaft über Wachstum und übermäßigen Güter- und Rohstoffverbrauch stellen. Er plädierte außerdem für die Wertschätzung aller in einer Gemeinde ansässigen Menschen und deren Ideen aber auch dafür, den Austausch zwischen den Gemeinden zu fördern und externe Impulse einzubeziehen.

Die konkrete Umsetzung kam auch im weiteren Programm nicht zu kurz: Vier Exkursionen führten die Teilnehmer der Tagung in die Umgebung von Grassau und vermittelten lokale Strategien auf Gemeinde- und Regionalebene. In Workshops konnten die Gemeindevertreter selbst ihre Ideen und Visionen einbringen. Sie diskutierten zu den Themen Klima, Naturraum, soziale Handlungsfähigkeit und regionale Wertschöpfung.

Dr. Peter Eggensberger, Leiter des Referats »Donaustrategie und Alpenraum« im bayerischen Umweltministerium, sprach bei der Tagung über die Problematik, dass Touristen oft eine romantische Vorstellung vom Leben in den Bergen hätten. »Die Realität sieht oft anders aus«, so Eggensberger. Die Bevölkerung aber habe erkannt, dass eine intakte Umwelt und die Nutzung von örtlichen Ressourcen einen wirtschaftlichen Nutzen brächten und großen Wert hätten. wun