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»Alt und Jung, das gibt Schwung!«

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Christian Kegel

Traunstein. Christian Kegel (50) ist Gymnasiallehrer für die Fächer Latein und Sport. Der SPDler ist verheiratet und hat einen 16-jährigen Sohn.


Wieso wollen Sie Oberbürgermeister von Traunstein werden?

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Es ist nicht entscheidend, ob und wie sehr ich Oberbürgermeister werden will, sondern ob und wie sehr die Bürgerinnen und Bürger Traunsteins das wollen. Das Amt und sein Inhaber haben der Bevölkerung zu dienen, nicht umgekehrt. Den Traunsteinern in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat eine funktionierende Infra-struktur bieten zu können, der Stadt und ihren Menschen eine hoffnungsfrohe Zukunft in Aussicht zu stellen, sie zu unterstützen und Ihnen helfen zu dürfen, das treibt mich an, persönliche Macht dagegen überhaupt nicht! Der Bürger ist der Souverän und sonst niemand!

Welches Problem wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Oberbürgermeister gewählt werden?

Der Umbau der Güterhalle als Auftakt für eine Überplanung des gesamten Bahnhofsgeländes genießt für mich Priorität. Hier sehe ich eine tolle Möglichkeit für einen Treffpunkt von Jung und Alt. So schnell wie möglich werde ich dem Stadtrat auch die Einsetzung eines Jugendbeirates empfehlen. Ich möchte, dass sich unsere Jugendlichen verstärkt am politischen Leben teilhaben. Wir brauchen sie genauso wie die »Alten«. Es gilt: »Alt und Jung, das gibt Schwung!«

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Stadt?

Eindeutig die Vielfalt an Engagement. Ob im sozialen Bereich, ob im Rettungswesen, ob in Kunst und Kultur, ob im Sport, ob in kirchlicher Sicht, für Jung und für Alt, überall gibt es eine überragende Beteiligung unserer Bürger. Das hat Vorbildcharakter. Traunstein ist sehr lebens- und liebenswert.

Wie würde Sie ein guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Da müssten natürlich konsequenterweise auch die genannten Personen selbst antworten. Freilich sagt man mir immer wieder nach, dass ich ein äußerst positiv denkender Mensch bin. Für mich ist das Glas immer halb voll und nicht halb leer. Als weitere Attribute werden mir zugewiesen, dass ich überzeugend und anpackend auftrete. Zuverlässigkeit ist ganz sicher ein sehr wichtiger Charakterzug, gepaart mit einem meist liebenswürdigen und charmanten Verhalten. Tatsächlich möchte ich Menschen gewinnen und sie zusammenführen.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Ich mag den Umgang mit Menschen, ich mag ihre Vielfalt. Nicht nur in meinem erlernten Beruf als Gymnasiallehrer versuche ich stets konsequent zu sein. Dabei respektiere ich grundsätzlich die Individualität meiner Mitmenschen. Natürlich habe ich auch Schwächen, so wie jeder andere Mensch auch. Wenn eine offensichtliche Ungerechtigkeit vorliegt, tue ich mich schwer, diplomatisch zu agieren. Manch einer reibt sich deshalb an meiner Offenheit.

Wie wollen Sie verhindern, dass die Innenstadt ausblutet, wenn im Außenbereich immer mehr Gewerbegebiete ausgewiesen werden?

Hier muss man immer unterscheiden zwischen Handel und Gewerbe. Der Handel gehört natürlich verstärkt in die Innenstadt. Aber das Gewerbe möchte ja gerade an die Peripherie, da es sich dort besser weiterentwickeln kann. Im Zentrum gibt es zwar Leerstände, doch diese können aus Platzgründen nicht mit zusätzlichen Gewerbebetrieben geschlossen werden, sondern mit zusätzlichem, qualitätsvollem Handel. Vor allem die Marien- und die Ludwigstraße bedürfen einer Aufwertung.