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Foto: pixabay Symbolbild

Altes erhalten und gestalten: Bezirk Oberbayern vergibt rund zwei Millionen Euro für die Denkmalpflege

Rund 1,97 Millionen Euro hat der Kulturausschuss des oberbayerischen Bezirkstags im November für die Denkmalpflege in Oberbayern vergeben. In den Landkreis Traunstein fließen 199.000 Euro.


Der Bezirk Oberbayern fördert hier zahlreiche Kirchen, darunter drei mit dem Höchstsatz von 50.000 Euro: in Ruhpolding die Pfarrkirche St. Georg, die ein neues Holzschindeldach erhält; in Siegsdorf die Pfarrkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis (Sanierung Kirchturm und Dach) und in Taching (Ortsteil Burg) die Filialkirche Mariä Himmelfahrt, deren Stützmauer erneuert werden muss.

Die Stadt Tittmoning erhält Zuschüsse für zwei Vorhaben: 9.000 Euro für die Sanierung der Grabstätte Burgschwaiger im Städtischen Friedhof Tittmoning sowie 4.500 Euro für die Schlosskapelle St. Michael in der Burg Tittmoning. An der Kapelle wird der Turmaufsatz samt Zifferblatt restauriert. Auch viele Privatleute erhalten für ihre denkmalgeschützte Immobilie eine Förderung vom Bezirk. Das sind im Landkreis vor allem ehemalige Bauernhäuser wie der „Oberebner“ in Ruhpolding (3.000 Euro für die Erneuerung von Fassade, Fenster und Balkon), das Rauchhaus in Seeon-Seebruck (1.000 Euro für ein neues Dach), der Albererhof in Übersee (4.000 Euro für die Generalsanierung) und der Schneiderhof in Palling, an den 5.000 Euro für die Voruntersuchung zur Sanierung gehen. Ein Zuschuss von 16.000 Euro ist für ein 1920 erbautes Landhaus in Bergen bestimmt. An dem mutmaßlich von Henry van de Velde mitgestalteten Haus müssen Fenster und Türen erneuert werden.

Der Bezirk Oberbayern fördert den Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern sowie von Einzelobjekten, die wegen ihrer künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Dafür gibt er in diesem Jahr – zusammen mit bereits im Frühjahr vergebenen Mitteln – mehr als drei Millionen Euro aus. Mit der Förderung sollen die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude entstehen, kompensiert werden. Der Bezirk übernimmt zehn bis zwanzig Prozent dieser Mehrkosten, jedoch nur bis zu einer Höhe von 50.000 Euro.

fb/red