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Am Geburtstag von Pfarrer Kneipp nach Passau

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Die Teilnehmer der Fahrt erfuhren nicht nur Interessantes über Sebastian Kneipp, sondern auch über die Altstadt von Passau. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Der 198. Geburtstag Pfarrer Kneipps sollte gebührend gewürdigt werden, daher hatte Reiseleiter Hans-Jörg Krakora für den Kneipp-Verein Berchtesgadener Land eine Fahrt in die Bischofsstadt Passau organisiert.


Nachdem Krakora den Lebensweg Sebastian Kneipps geschildert hatte, durfte gesagt werden, dass er jedem Menschen als großes Vorbild gelten kann. Nicht nur, dass die Gesundheitslehre umfassend für Körper, Geist und Seele von ihm entwickelt wurde, sondern beispielhaft waren auch sein fester Glaube, sein unbändiger Wille und seine Beharrlichkeit, das gesetzte Ziel zu erreichen. Trotz Armut, Krankheit, unzähliger Rückschläge konnte er seinen Wunsch, Pfarrer zu werden, doch noch verwirklichen. Sein Wirken danach war ein Segen. Die Mitglieder nahmen an einer aufschlussreichen Führung durch die Altstadt der Drei-Flüsse-Stadt Passau teil. Das Fürstbistum Passau, gegründet durch den irischen Mönch Bonifatius, war lange Zeit die größte Diözese des Heiligen Römischen Reiches, der sogar der Stephansdom zu Wien unterstand. Nach den großen Stadtbränden 1662 und 1680 holte man italienische Architekten, um die Stadt wieder aufzubauen.

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Südländisches Flair mit Barock- und Rokoko-Fassaden zeugt davon. Der Wittelsbacherbrunnen am Residenzplatz wurde 1903 zur Erinnerung an das 100-jährige Jubiläum der Zugehörigkeit Passaus zu Bayern in barockem Stil erbaut. Er symbolisiert die Drei-Flüsse-Stadt Passau. In der Mitte des Brunnens die Säule mit der Himmelskönigin, der Patrona Bavaria, darunter drei Engelsfiguren, die die drei Flüsse darstellen. Die Donau mit einem Ährenkranz im Haar, da diese durch die fruchtbarsten Ländereien Bayerns fließt, die Ilz mit einem Perlenkranz im Haar, der auf die Flussperlenmuscheln hinweist, und schließlich der Inn als bayerischer Bengel mit Tirolerhut. Ein Höhepunkt bildete dann das Orgelkonzert im Dom St. Stephan auf der größten Domorgel der Welt mit 233 Registern und 17 974 Pfeifen, gespielt von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger.

Bei einer Flussschifffahrt konnte man die Altstadt, Dom und Rathaus an sich vorbeiziehen sehen, gegenüberliegend die Veste Oberhaus, der Schaiblingsturm, die frühere gotische Stadtbefestigung am Inn, sowie die Wallfahrtskirche Mariahilf hoch über dem Inn. fb