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Am Torhüter gescheitert

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Schönaus Dribbelkünstler Toni Hölzl (7) verschoss einen Elfmeter, sorgte aber dann doch mit dem 1:1 für ein halbes Erfolgserlebnis beim TSV Peterskirchen. (Foto: Wechslinger)

Peterskirchen – Die kleine Ortschaft Peterskirchen bei Tacherting im Landkreis Traunstein war Austragungsort des letzten Auswärtsspiels dieser Saison für die SG Schönau. Wie schon die gesamte Saison über war auch dieses Spiel und sein Ergebnis ein Spiegelbild der Schönauer Situation: Die Mannschaft vergibt zu viele Chancen. Dies zu ändern, wird eine der großen Aufgaben des neuen Trainers Andreas Wessels werden. Das Verhältnis an Tormöglichkeiten lag bei zehn Chancen für die Gäste, während die Peterskirchener zwei bis drei vage Möglichkeiten hatten.


Die SG Schönau wollte dieses Spiel vor 150 Zuschauern gewinnen und sich damit die Chance auf den vierten Platz erhalten. Durch das 1:1 kann man jedoch aus eigener Kraft das kleine Ziel nicht mehr erreichen, auch wenn das letzte Spiel am kommenden Wochenende gegen den TSV Buchbach 2 gewonnen wird.

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Überlegener Start

Die Schönauer begannen ohne Spielmacher Dani Maier, Mittelfeldspieler Jörn Herdecke und den starken Abwehrspieler Roy Nitsche gut und überlegen. Der pfeilschnelle Sebastian Wessels entwischte seinen Gegenspielern ein ums andere Mal, doch mehr als ein Lattentreffer in der 15. Minute kam bei Wessels Bemühungen nicht heraus. Schönau bestimmte die Begegnung, Peterskirchen versuchte es immer wieder mit langen Bällen, die jedoch kein Problem für die Schönauer Abwehr bedeuteten.

Wer weiß, wie das Spiel verlaufen wäre, hätte Toni Hölzl nach einer halben Stunde einen Elfmeter verwandelt. Der unsichere Schiedsrichter hätte in dieser Situation nicht nur Strafstoß geben müssen, sondern auch den Abwehrspieler des TSV Peterskirchen vom Platz stellen müssen. So ging es jedoch torlos in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nichts am überlegenen Schönauer Spiel, nur dass jetzt die Platzherren den starken Wind im Rücken hatten. Dennoch gaben die Schönauer weiterhin komplett den Ton an und erspielten sich immer wieder Möglichkeiten, die sie jedoch reihenweise vergaben. Als die Schönauer vehement auf den Führungstreffer drängten, passierte das, was es im Fußball immer wieder gibt: Die überlegene Mannschaft nutzt ihre Chancen nicht und so brachte Alexander Randlinger Peterskirchen in der 77. Minute in Führung. Der Treffer war so glücklich wie das gesamte Spiel des Gastgebers. Der Ball flog von einem Torpfosten zum anderen und kullerte dann förmlich über die Linie.

Doch die Schönauer hatten wenigstens noch eine Antwort parat, als Hölzl in der 81. Minute ausglich und seinen verschossenen Elfer wettmachte. Mannschaftskapitän Andreas Fernsebner hatte in der Schlussphase noch die Riesenchance zum Siegtreffer auf dem Fuß. Doch er war so überrascht, als er plötzlich völlig alleine vor dem Tor stand, dass sein Schuss übers Tor ging.

Tormann hat guten Tag

Die Gastgeber durften sich bei ihrem Schlussmann Markus Mittermaier bedanken, der einen sehr guten Tag hatte und die Schönauer förmlich zur Verzweiflung brachte. Allerdings hatte Mittermaier ach Glück, dass der Unparteiische ein reguläres Tor der Schönauer nicht anerkannte. So endete die Begegnung wie schon das Heimspiel unentschieden. Beide Trainer waren sich am Ende einig, dass es ein lauer Sommerkick war, bei dem der Unparteiische der schlechteste Mann auf dem Platz war.

SG Schönau 1: C. Maier; Rolf, Angerer, Rabenbauer, Burger, Weinbuch, Hölzl, Fernsebner, Lochner, Klaus, Wessels, Zange. Christian Wechslinger

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