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An Aprilscherz gedacht

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Paula Farnbacher (82) aus Bergen erinnert sich zurück:


»Von 1960 an arbeitete ich fünf Jahre lang für das überparteiliche Kuratorium Unteilbares Deutschland in Münster. Wir engagierten uns, unter anderem mit Stafettenläufen im Gedenken an den 17. Juni, dafür, die Jugend in den Schulen für das Thema geeintes Deutschland zu sensibilisieren.

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1968 kam ich nach Berlin, traf meinen Mann, gründete eine Familie. 46 Jahre blieb ich. Wir haben immer wieder eine Tante in Ostberlin besucht, ihr Kohle oder Zwiebeln gebracht, weil es in den 1980er Jahre dort fast nichts mehr gab.

Als die Mauer fiel, habe ich zuerst an einen Aprilscherz im November gedacht und es erstmal nicht glauben können. Ich habe es im Radio mitverfolgt. Meine Tochter war damals im Gymnasium, sie ist mit Klassenkameraden zum Grenzübergang an der Glienicker Brücke gegangen.

Mir war da zu viel Trubel. Es war eine furchtbare Aufregung. Ganz ehrlich, es hat ja keiner mehr daran geglaubt, dass die Mauer einmal fallen würde. Leider hat die Tante dieses Ereignis nicht mehr mitbekommen, sie war zu diesem Zeitpunkt bereits dement.«