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Ankläger im NSU-Prozess: «Hinrichtungsgleiche Erschießungen»

München (dpa) - Heimtücke und «hinrichtungsgleiche» Morde: Am zweiten Tag des NSU-Prozesses hat die Bundesanwaltschaft nach stundenlangem juristischem Gezerre ihre Anklage mit drastischen Tatbeschreibungen verlesen. Aus rechtsextremistischen Motiven sollen die Terroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» demnach zehn ihnen völlig unbekannte Menschen ermordet haben. Die gestorbenen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie die Hauptangeklagte im Prozess, Beate Zschäpe, hätten ihre Opfer willkürlich ausgewählt, sagte Bundesanwalt Herbert Diemer vor dem OLG München. Zschäpe hörte gerade sitzend und ohne sichtliche Regung zu.

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