weather-image
16°

Anlage für akrobatische Sprünge

3.4
3.4
Bildtext einblenden
Blick auf das ehemalige Athletenhaus am CJD Dürreck: In diesem Bereich soll nun die neue Anlage mit einem »Landing Bag« gebaut werden. (Foto: Christian Wechslinger)

Schönau am Königssee – Beim zweiten Versuch soll es nun klappen: Ursprünglich war ein »Landing Bag« am Götschen geplant. Nun soll die Anlage zwischen dem ehemaligen Athletenhaus und der Schulsporthalle am CJD Dürreck entstehen. Der Gemeinderat hat in der Sitzung am Dienstag dem Antrag des CJD zur Änderung des Bebauungsplans »Am Dürreck« zugestimmt. Die Ratsmitglieder waren von dieser Anlage begeistert.


Der »Landing Bag« ist ein Landekissen, das mit Luft gefüllt ist. Neben der Landefläche müssten auch eine Rampe mit Startturm, ein Anlauf, ein Kicker und ein Table gebaut werden. Freestyler können auf dieser Anlage im Sommer und im Winter trainieren. »Der Landing Bag hat den Vorteil, dass Freestyler – ob auf Skiern oder Snowboard – ein geringeres Verletzungsrisiko haben«, sagte Bürgermeister Hannes Rasp. Außerdem könnten die Sportler dort akrobatische Sprünge machen.

Anzeige

Ursprünglich sollte der »Landing Bag« am Skizentrum Götschen gebaut werden. Doch dieses Projekt scheiterte, da sich die Freiweideberechtigten vermehrt dagegen ausgesprochen hatten. Die meisten Betroffenen befürchteten, für Schäden aufkommen zu müssen, die ihre Tiere anrichten. In einem Schreiben, das fünf Mitglieder des Gemeinderats Bischofswiesen unterzeichneten, forderte man die Aufhebung des Baubeschlusses. Dieser Forderung kam der Ferienausschuss Bischofswiesen nach: Im April vergangenen Jahres hob man den Beschluss auf. Nun soll die Anlage am Dürreck zwischen dem ehemaligen Athletenhaus und der Schulsporthalle errichtet werden.

Der Standort kam im Schönauer Gemeinderat gut an, denn kürzlich hatten die Mitglieder das Dürreck besichtigt. Rudi Schwaiger (CSU) war begeistert: »Es war wichtig, dass wir eine Ortsbesichtigung gemacht haben. Die Lage ist super.« Hubert Biller (FWG) schloss sich Schwaigers Lob an. »Die Anlage passt super zum Konzept. Sie ist eine Bereicherung für das Sportzentrum am CJD. Außerdem müssen die Sportler nicht mehr Hunderte Kilometer bis zum nächsten ›Landing Bag‹ fahren«, so Biller. Aktuell pendeln die Freestyler nach Scharnitz in Tirol. Dort ist der nächste »Landing Bag«. Die Sportler seien mehrere Stunden unterwegs, nur um auf der Anlage zu trainieren. Martin Hofreiter (FWG) nannte das Projekt eine wichtige Investition für das Sportzentrum CJD. »Der Standort muss erhalten werden«, sagte er. Hannes Rasp ergänzte: »Das CJD hat auch viel investiert. Die Schule ist auf einem guten Weg.«

Sabine Kruis (Die Grünen) fand es gut, dass sie auch mit den Projektplanern über den Naturschutz und ein Energiekonzept sprechen konnte. Jakob Palm (Die Grünen) befürwortete die Anlage und erkundigte sich: »Sind dann auch Angebote für junge Einheimische wie Schnupperkurse möglich, wenn die Gemeinde das Projekt bezuschusst?« Die Antwort des Rathauschefs: »Die heimischen Vereine sollen die Anlage nutzen können.« Der »Landing Bag« werde aber nicht gewerblich betrieben. Beppo Maltan (FWG) sagte, er stimme grundsätzlich für das Projekt. »Ich bin aber dagegen, dass wir als Gemeinde etwas sponsern. Nur im Falle von guten Begründungen wäre ich dafür.«

Aktuell, so der Bürgermeister, gebe es mehrere Varianten für die Kostenübernahme durch die Gemeinde. Im Beschluss hat man sich geeinigt, dass die Gemeinde die Planungskosten trägt. Der Bebauungsplan geht nun in die erste öffentliche Auslegung. Patrick Vietze

Einstellungen