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Ann-Kathrin hilft Opfern von Mobbing

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Ann-Kathrin
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Ann-Kathrin setzt sich für Mitschülerinnen und Mitschüler ein, die angefeindet werden. Foto: Henning Kaiser/dpa Foto: dpa

Ein Schüler hört ständig hässliche Kommentare über seine Augenbrauen. Eine Schülerin wird wegen ihrer Figur gehänselt. Wenn Leute so fertiggemacht werden, heißt das Mobbing. Und so etwas Fieses geht natürlich gar nicht! Egal, ob es in einem Chat steht oder auf dem Schulhof passiert.


Ann-Kathrin setzt sich an ihrer Schule gegen Mobbing im Internet ein. Die 13-Jährige wurde im vergangenen Jahr zum Medienscout ausgebildet. Jetzt gehört sie an ihrer Realschule im Westen von Deutschland zu einer Gruppe, die anderen Schülern hilft. Solche Orte gibt es auch in anderen Städten.

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»Jeder kann auf uns zukommen und über seine Probleme reden«, sagt Ann-Kathrin. Dann schauen sich die Medienscouts die Sache genau an. »Bei Kleinigkeiten, einem Kommentar, sagen wir: drüberstehen.« Oder blockieren. Denn wenn man darauf reagiere, stachele man den Täter oder die Täterin oft noch an. »Wenn der Angreifer merkt, dass er verletzt, dann bietet man ihm eine größere Angriffsfläche.«

Doch manchmal ließen die Täter nicht locker, sagt Ann-Kathrin. Sie habe einen Fall gehabt, da hätten mehrere in einem Klassen-Chat gemobbt. Dann gehen die Medienscouts in die Klasse und reden mit allen zusammen. Oder sie erklären den Haupttätern, was ihnen drohen kann. »Im Notfall suchen wir mit unseren Lehrern die passenden Strafen raus«, sagt die Schülerin.

Am Dienstag hat Ann-Kathrin bei einer Aktion mitgemacht: dem Safer Internet Day. Das ist Englisch und heißt: Tag für sichereres Internet. Dabei wurden Ideen vorgestellt, wie man Mobbing-Opfer unterstützen und Täter aufhalten kann. Eine Idee: noch viel mehr Leute trainieren, die alle gemeinsam gegen Mobbing vorgehen. Die Organisatoren meinen: »So stoppen wir den Hass im Netz.«