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Ansprechend und abwechslungsreich

Der Chiemgau-Chor bei seiner Adventstation im Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche. (Foto: mix)

Der Chiemgau-Chor lud am zweiten Adventsonntag zur Adventstation in die Klosterkirche in Traunstein ein. Das sehr ansprechende und abwechslungsreiche Programm versetzte die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung und war passend für einen ruhigen, friedvollen Adventsabend.


Der Chiemgau-Chor hält schon seit langer Zeit die Tradition aufrecht, im Advent ein Konzert zu geben. Früher war es das große Adventskonzert in der Chiemgauhalle, später wurde das Konzert durch die Adventstation ersetzt, bei der der Chor zwischen den Kirchen im Stadtgebiet von Traunstein wechselte. Seit einigen Jahren findet die Adventstation immer im Kunstraum Klosterkirche statt.

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Der Gesang der 50 Frauen und Männer auf der großen Bühne füllte auch heuer das alte Kirchenschiff aus. Beim Lied »Oh Heiland reiß die Himmel auf« teilte sich der Chor und sang von beiden Enden des Raumes aus quasi aufeinander zu, was ein ganz besonderes akustisches Erlebnis war. Beim Hören der besinnlichen, einfühlsamen Lieder, die von der Chorleiterin Sandra De Crescenzo mit viel Feingefühl ausgewählt wurden, kam schon bald ruhige Adventstimmung unter den Zuhörern auf. Mit »Wachet auf, ruft uns die Stimme« begann der Chor gewaltig. Ein russisches Volkslied war ebenso im Programm wie das bekannte Volkslied »Maria durch ein Dornwald ging«.

Martha Bergert zeigte ihre beeindruckende Stimme bei zwei Sopransoli, darunter ein Lied aus den »Neun deutschen Arien« von Georg Friedrich Händel. Begleitet wurde die Sopranistin von Sandra De Crescenzo auf der Querflöte und Chormitglied Helmut Bauhofer am Piano. Für Abwechslung sorgten zwischen den einzelnen Liedern Kathi Bochter, die ihrer Harfe weihnachtliche Klänge entlockte, und Jutta Bräutigam, die besinnliche Texte vorlas und damit zum Nachdenken anregte.

Mit dem Besuch der Adventstation zeigte sich Irmi Belser zufrieden, auch wenn heuer im Gegensatz zu letztem Jahr so mancher Stuhl leer blieb. Das winterliche Wetter und der vorhergesagte Schneefall dürften den einen oder anderen Interessenten bewogen haben, doch lieber zuhause zu bleiben.

Als nächstes wird der Chiemgau-Chor am Heilig Abend zu hören sein beim ebenfalls traditionellen Singen im Wechsel mit der Bläsergruppe der Stadtmusik Traunstein am Priestergrab um 16 Uhr. Dies ist für viele Zuhörer die letzte Einstimmung auf das Weihnachtsfest, das anschließend sofort beginnen kann. mix