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App aufs Amt

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Startschuss für die Bürger-App in Schönau am Königssee (v.l.): Marco Vogl, Vroni Lenz, Steffi Hinterseer und Bürgermeister Hannes Rasp. (Foto: Pfeiffer)

Schönau am Königssee – Einmal Tippen auf dem Smartphone und schon startet die neue Applikation, die Schönau am Königssees Bürger ins virtuelle Rathaus bringt. Ein gelungener Schachzug von Bürgermeister Hannes Rasp. Bis auf Teisendorf hat keine Gemeinde im Landkreis eine vergleichbare App vorzuweisen. Das dürfte sich mittelfristig ändern.


»Wir wollten unseren Bürgern die Möglichkeit geben, viele Leistungen, für die man bislang das Rathaus besuchen musste, über das Smartphone abzurufen«, sagt Hannes Rasp. Mitarbeiterin Vroni Lenz hatte die Idee gehabt, recherchiert, und schließlich entschied man sich in der Gemeinde für die Firma »komuna«, mit der man in der Vergangenheit bereits gut zusammengearbeitet und das sogenannte »E-Government« umgesetzt hatte: Damit kann man vom PC aus viele die Gemeinde betreffende Tätigkeiten erledigen.

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Zahlreiche Bürger von Schönau am Königssee nutzen den Service bereits. So war es ein logischer Schachzug, in Zeiten zunehmender Smartphone-Nutzung, auch eine App programmieren zu lassen, sagt Bürgermeister Rasp. Denn Smartphones sind heutzutage für einen Großteil der Bevölkerung zu einem unverzichtbaren Helfer geworden: Sie dienen als Wetterstation, Navigationsgerät, liefern als Nachschlagewerk alle erdenklichen Informationen. Obendrein kann man telefonieren. Mit GPS und inkludierter Kamera lassen sich zahlreiche Dinge erledigen.

Auch in Schönau am Königssees neuer App. So gibt es etwa einen »Mängelreporter«, der immer dann zum Einsatz kommen soll, wenn man als Bürger der Gemeinde etwas mitzuteilen hat, was verbesserungswürdig ist. Gibt es etwa ein Schlagloch in der Straße, erkennt die App dank Standorterkennung die Position des Nutzers. Dieser kann eine Beschreibung sowie ein zusätzlich aufgenommenes Foto hinzufügen, um zu verdeutlichen, wo der Missstand liegt. Auf Knopfdruck schickt man das Ganze ab. Die Gemeinde erhält dann eine E-Mail mit dem Mangel. »Da können wir dann sofort reagieren«, sagt Hannes Rasp, der sich von der neuen App begeistert zeigt.

Die auf die Bürger zugeschnittene Applikation ist in vielerlei Hinsicht nützlich: So dient sie etwa als Live-Ticker für aktuelle Informationen, inklusive sogenannten Push-Mitteilungen, die dann direkt auf dem Smartphone des Nutzers erscheinen. Etwa dann, wenn eine Wetterwarnung für den Ort droht. Oder ein Gemeindefest kurzfristig abgesagt werden muss. Die Bürger-App dient zusätzlich als »E-Government«-Lösung für mobile Services wie das Ablesen des Wasserstandzählers, den man dann sofort an die zuständige Stelle weiterschicken kann. Wahlergebnisse lassen sich sekundengenau eruieren, des Weiteren sind Informationen wie Müllabfuhrtermine über die App abzurufen. Ebenso hat man direkten Zugriff auf das gemeindliche Fundbüro und kann nach verloren gegangenen Gegenständen suchen lassen.

Gelungen ist auch jener Bereich, in dem man besondere Standorte, etwa Sehenswürdigkeiten, inklusive Übersichtskarte und Navigation aufrufen kann. Die Mitarbeiter der Gemeinde stellen sich in einer eigenen Sektion mit Bild vor, der eigene Hund lässt sich mit nur wenigen Klicks anmelden, Wahlunterlagen können angefordert werden, der Antrag der Meldebescheinigung ebenso.

Zur Verfügung steht zudem der Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel, der ständig aktualisiert wird und somit jederzeit aktuell ist. Es gibt Infos zu allen öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde, hinzu kommen Telefonnummern auf einen Blick. Und da man mit der App schon mal in der Zukunft angekommen ist, können alle Informationen und Nachrichten aus der Software einfach via Facebook oder Twitter im eigenen Freundeskreis geteilt werden, wie Marco Vogl, verantwortlich für die Programmierung der App, erklärt. Kilian Pfeiffer

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