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Rasante Musikshow mit der Boyband »The 12 Tenors« im Traunreuter k1

Arien, Hits, Evergreens und ein harmloser Strip

Über zwei Stunden lang boten die jungen Sänger und Musiker eine rasante Show. (Foto: Heel)

Um es gleich zu sagen: Mit dem Auftritt der 12 Tenöre wurde dem Publikum im fast ausverkauften Traunreuter k1 eine rasante, hochkarätige Show mit internationaler Topbesetzung geboten, die die Besucher hellauf begeisterte, den Pop- und Rockfan mehr noch als den Klassikliebhaber.


Es war einfach phänomenal, wie die zwölf jungen Männer aus Deutschland, Österreich, Polen, Spanien, England, Schottland, Irland und Kanada mit kraftvollem Gesang, kleinen Tanzeinlagen und kurzweiliger Bühnenshow über zwei Stunden lang so charmant wie gekonnt ein musikalisches Highlight nach dem anderen präsentierten, von Pophymnen und großen Rocksongs über klassische Arien bis hin zu deutschen Schlagern und Evergreens.

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Den fulminanten Auftakt bildete der Chorsatz »O Fortuna« aus Orffs »Carmina Burana«, gefolgt von der Arie »La Donna è Mobile« aus Verdis Oper »Rigoletto«.

Bunt gemischt, aber immer flott und exzellent interpretiert, ging es weiter, wobei das Spektrum vom russischen Volkslied »Kalinka« über die Leonard-Cohen-Komposition »Hallelujah« bis hin zu deutschem Schlagergut wie »Ohne dich« reichte. Ergänzt von zwei Keyboardern und einem Schlagzeuger, wechselten die zwölf Jungs dabei mühelos zwischen den Genres und sahen dazu noch umwerfend aus. Ein Genuss für Augen und Ohren, der Jung und Alt vereinte und für beste Stimmung im Publikum sorgte.

Neben weiteren Ohrwürmern wie Tom Jones’ »Delilah« und einem letzten Ausflug in die Klassik, der Arie »Nessun Dorma« aus der Puccini-Oper »Turandot«, standen nach der Pause dann verstärkt Medleys auf dem Programm, von James Bond über die Beach Boys bis hin zu Queen und somit ganz nach dem Geschmack von mehreren Generationen. Gab es »Liebesgrüße aus Moskau« zu den »Good Vibrations« und der »Bohemian Rhapsody«, packend arrangiert und famos choreographiert. Ein schöner Kontrast hierzu (und für mich persönlich der Höhepunkt des Konzerts) war dazwischen ihre ergreifende, so melancholisch wie freudig gestimmte Interpretation des Lieds »Now We Are Free« aus dem Film »Gladiator«. Mit dem Joe-Cocker-Hit »You Can Leave Your Hat On« neigte sich der Auftritt der 12 Tenöre dann dem Ende zu, verknüpft mit einer harmlosen Stripeinlage des Walisers Benjamin Wong, der hierbei das Hemd gänzlich fallen ließ und seinen Oberkörper vorzeigte. Dann hieß es schon: »Time To Say Goodbye«. Wolfgang Schweiger