Asphaltierter Radweg entlang der Königsseer Ache

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Von der Schwöbbrücke weg soll bereits im nächsten Jahr ein asphaltierter Alltagsradweg entlang der Königsseer Ache bis zum Triftplatz realisiert werden. (Foto: Ulli Kastner)

Schönau am Königssee – Einen sogenannten Alltagsradweg plant die Gemeinde Schönau am Königssee. Dabei handelt es sich um einen asphaltierten Radweg, dessen Bau der Gemeinderat am Dienstag mit einstimmigem Beschluss in die Wege leitete. Der 3,50 Meter breite Radweg soll großteils pa-rallel zum Fußweg zwischen Triftplatz und Schwöbbrücke verlaufen.


Im Rahmen des Projekts »Aufbruch in die neuen Zwanziger« denkt man in Schönau am Königssee auch über den Ausbau des Radwegenetzes nach. Teil des Konzepts ist der Bau von sogenannten Alltagsradwegen, die in der Regel asphaltiert sind. So einen Radweg will man nun zwischen Triftplatz und Schwöbbrücke realisieren, weil diese Strecke nach den Worten von Bürgermeister Hannes Rasp die kürzeste und flachste Verbindung zwischen Berchtesgaden und Unterschönau darstellt. Rasp weiß auch, dass die bisherige Regelung eines gemeinsamen Fuß- und Radwegs für Fußgänger und Radfahrer »oft nicht sehr angenehm« ist.

Ein Vorteil sei hier, so Rasp, dass die benötigte Grundfläche bereits überwiegend im Eigentum der Gemeinde ist. Teilweise sei die Trasse auch schon vorhanden, weil es bis vor circa 15 Jahren schon einmal eine teilweise Trennung von Rad- und Gehweg gegeben hatte. So könne man den Weg etwa ab dem Triftsteg in Richtung Schönau wieder trennen, der Fußweg würde dann wie früher am Hang entlang führen, der asphaltierte und 3,50 Meter breite Radweg großteils etwas abgetrennt entlang der Ache.

Das Projekt würde laut Bürgermeister Hannes Rasp zu 80 Prozent gefördert, wenn es heuer noch eingereicht wird. Im nächsten Jahr würde die Förderung nur noch 70 Prozent betragen. »Wenn der Gemeinderat heute grünes Licht gibt, könnten wir im Anschluss in der nicht-öffentlichen Sitzung ein Ingenieurbüro beauftragen, uns bei der Antragstellung zu unterstützen«, sagte Rasp.

Mit einer Ausnahme zeigten sich die Gemeinderäte begeistert von dem Vorschlag. Andreas Pfnür (SPD) sah einen langjährigen Wunsch jetzt kurz vor der Realisierung, Hubert Biller (Freie Wähler) freut sich über jeden Radfahrer, den man von der Straße weg bekommt, Martin Hofreiter (Freie Wähler) hob noch einmal die hohe Förderung hervor, 3. Bürgermeisterin Elisabeth Rasp (SPD) sieht es positiv, wenn endlich die Löcher auf dem Weg verschwinden und für Thomas Janzen (Freie Wähler) gehört so ein Alltagsradweg grundsätzlich zu einer moderne Kommune. Seine Bedenken formulierte dagegen Hubert Maltan (CSU), dem es um den aktuell »ganz besonderen Fußweg« entlang der Ache irgendwie leid tut. Denn immerhin seien 3,50 Meter schon eine stattliche Breite, die asphaltiert werde.

Bürgermeister Hannes Rasp stellte eine Fortführung des Alltagsradwegs in Richtung Königssee in Aussicht. Ob diese realisierbar ist, müsse allerdings noch geprüft werden. Rasp schlug deshalb vor, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. So eine Studie konnte sich zwar auch Beppo Maltan (Freie Wähler) vorstellen. Allerdings sollte man zunächst die Kosten für so eine Studie ermitteln. Damit zeigte sich Bürgermeister Rasp genauso wie der Gemeinderat einverstanden.

Das Thema Machbarkeitsstudie wird den Gemeinderat also noch einmal beschäftigen. Die Planung für den ersten Abschnitt eines Alltagsradwegs soll dagegen sofort beginnen. Der entsprechende Beschluss fiel am Ende doch einstimmig aus.

Ulli Kastner