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Athener Presse: D-Day für Europa

Athen (dpa) - Die griechische Presse charakterisiert den heutigen EU-Gipfel als einen der wichtigsten in der Geschichte Europas.

Zeitungsstand in Athen
Viele Blätter beschäftigen sich mit der Reichensteuer. Foto: Socrates Baltagiannis Foto: dpa

«D-Day. Europa entscheidet über seine Zukunft», titelt die Parteizeitung der in Athen regierenden Linkspartei, «I Avgi». Das Blatt druckt wieder die erste Seite der satirischen französischen Zeitschrift Charlie Hebdo vom Vortag. Darauf ist die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde zu sehen, die den Kopf eines Griechen in einem Eimer voll Wasser drückt. «Ertränkt einen Griechen - Rettet Europa», lautet der Tenor.

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Die linke Zeitung «Efimerída ton Syntaktón» titelt: «Bis hier und keinen Schritt weiter». Tsipras habe die extremen Forderungen der Gläubiger abgelehnt. Es sei eine seltsame Entscheidung der Gläubiger, eine härtere Besteuerung der Reichen abzulehnen.

Die Athener Zeitung der politischen Mitte «Ta Nea» titelt: «Tsipras gibt nicht nach. Er fordert Regelungen für den Schuldenberg Griechenlands zum Austausch für harte Sparmaßnahmen.»

Die Boulevardzeitung «Ethnos» titelt: «Kampf um die Schulden». Die ganze Nacht durch feilschten die Europäer, um eine Lösung zu finden.

Die konservative Zeitung «Eleftheros Typos» sieht hinter der harten Haltung des IWF einen «deutschen Drahtzieher».

Das satirische Blatt «To Pontiki» hat auf der Titelseite eine makabre Karikatur. Die Zahl acht Milliarden Euro (die Höhe der neuen Sparmaßnahmen) wird darauf mit einer Acht und die neun Nullen als Schlingen darstellt. «Europa der Schande», lautet der Tenor. Die Gläubiger fordern die «Hinrichtung der Rentner».

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