Attraktive Golf-Anlage im Westentaschen-Format

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Spatenstich mit Signalwirkung: Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer (von links), Adventure-Park-Geschäftsführerin Christine Heller, Beirat Frank Saeger, Golfclub-Präsident Herbert Fritzenwenger, Projektleiter Georg Auer von der BG Trauntal und Mark Loerke vom Abenteuer-Golfprojekt freuten sich, dass die Bauarbeiten zur Adventure-Golf-Anlage nun beginnen konnten. (Foto: Schick)

Die international bekannte Golfanlage der Olympiasieger und Weltmeister bekommt ein Pendant im Westentaschen-Format: Eine Adventure-Golf-Anlage zur Nachwuchsförderung und für ballbegeisterte Enthusiasten, die ganz ungezwungen in den anspruchsvollen Trendsport reinschnuppern möchten. Nach dreijähriger Planungs- und Genehmigungsphase erfolgte jetzt der symbolische Spatenstich auf dem vorgesehenen Areal in der Nähe des aja-Hotels im Ortsteil Zell.


Damit ist der Startschuss gegeben für eine weitere Attraktivitätssteigerung – und das nicht nur im Tourismus-Segment. Denn der neue Übungsparcours in Ruhpolding wird nach seiner Fertigstellung allen Nutzern – von klein bis groß – offenstehen. Betreiber der Anlage ist die eigens dafür gegründete Adventure Park GmbH. u. Co. KG. Umgesetzt und realisiert wird sie von der Abenteuer Golfprojekt GmbH mit Sitz in Bamberg.

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Golfclub-Präsident Herbert Fritzenwenger, in Personalunion auch Beiratsvorsitzender von Adventure Park, zeigte sich sichtlich erleichtert, dass nun endlich die Bagger ihre Arbeit aufnehmen konnten, um die Humusschicht auf dem Gelände in Sichtweite zur Kirche St. Valentin behutsam abzutragen. Es ist der erste Schritt zur Neugestaltung des relativ ebenen Geländes, das etwa 2500 Quadratmeter umfasst. »Es wird eine ideale Mischung aus Minigolf und klassischem Golf entstehen, die einen fließenden Übergang auf die großen Spielbahnen ermöglicht.« Fritzenwenger, der sich einiges an Mitgliederzuwachs erhofft, betonte weiter: »Damit wollen wir die Leute animieren und ihnen zeigen, welch sportliches Potenzial in unserem Sport steckt.« Für die gewünschte Motivation kommt eine solche Anlage mit ihren unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und der gefälligen Gestaltung gerade richtig, ist man sich im Lager der Golferzunft einig. Dafür muss allerdings auch einiges an Geld in die Hand genommen werden. Wie Fritzenwenger betonte, werden die Baukosten in Höhe von etwa 450 000 Euro allein durch Eigenmittel von dreißig Golfclub-Mitgliedern finanziert.

Wie Mark Loerke, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens, erklärte, geht es nach der Abtragung der Grundschicht zügig an die profilgerechte Gestaltung, wobei auf den alpinen Charakter der Umgebung geachtet wird. Loerke ist Spezialist für solche Projekte, die ihren Ursprung in den USA haben und hat schon zahlreiche Anlagen dieser Art im Bundesgebiet umgesetzt. »Aber in so einer tollen Gebirgslandschaft arbeiten zu dürfen, das macht richtig Spaß,« freute sich Loerke auf seinen Arbeitsplatz für die nächsten Wochen. Zugleich empfindet er die Zusammenarbeit mit seinen Auftraggebern und dem Umfeld sehr angenehm. Dass Ruhpolding mit der kleineren Golf-Variante ein weiteres Zugpferd für Touristen und Einheimische haben wird, davon zeigte sich auch Bürgermeister Justus Pfeifer fest überzeugt. Vor allem die Nähe zum aja-Hotel passe hervorragend ins Konzept, betonte der Rathauschef. Er ist ebenfalls froh, dass das Projekt nun in die »richtigen Bahnen« kommt. Mit der Fertigstellung rechnet man zum Beginn der Sommerferien.

ls

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