»Auch für Covid-19-Patienten da sein!«

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Dr. Robert Kühnbach ist im Einsatz immer ausgerüstet mit FFP-2-Maske und einem roten Rucksack mit dem Nötigsten. Wenn er einen Patienten mit Covid-19 besucht, trägt er zusätzlich Schutzkleidung.

Netzwerk Hospiz ermöglicht auf Wunsch auch das Sterben daheim in der vertrauten Umgebung


»Wir machen keinen Unterschied, ob ein Patient Corona hat oder nicht. Unsere Aufgabe ist der Erhalt der Lebensqualität durch eine professionelle medizinische, pflegerische und psychosoziale Begleitung am Lebensende«, erzählt Palliative-Care-Fachkraft Sandra Maisch vom SAPV-Team im Netzwerk Hospiz. In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land begleitet das Netzwerk Hospiz schwer kranke Menschen in der letzten Lebensphase und ihre Angehörigen – auch und gerade in Zeiten von Corona.

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Das Netzwerk Hospiz bietet neben Ethikberatung auch zwei ambulante Versorgungsformen am Lebensende: die AAPV und die SAPV. Die AAPV (allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung), vielen auch unter dem Begriff »Brückenschwestern« bekannt, ergänzt mit ihrem Fachwissen das Versorgungsnetzwerk aus Angehörigen, Hausärzten und Pflegediensten. Die versorgten Patienten leben zuhause oder im Pflegeheim und befinden sich in einer »palliativen Lebenssituation«.

Änderung des Therapieziels zur Lebensqualität

Das Wort »palliativ« kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ummanteln, umhüllen. Palliative Versorgung greift da, wo bei schwerer Krankheit die Möglichkeiten der heilenden Behandlung ausgeschöpft sind, zum Beispiel, wenn bei Krebserkrankung weder Chemotherapie noch Bestrahlung noch ein anderer Therapieansatz Aussicht auf Heilung bieten. Mit dieser Erkenntnis, die von behandelnden Ärzten, Patient und Angehörigen gemeinsam getragen wird, enden die Therapiemöglichkeiten nicht, aber es verändert sich das Therapieziel von Heilung zum Erhalt der Lebensqualität.

Multiprofessionelles Team unterstützt Patienten

Wo immer die Lebensqualität durch den Krankheitsverlauf gravierend eingeschränkt ist, unterstützt dann die SAPV (spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung) mit einem multiprofessionellen Team aus Palliativmedizinern, Palliative-Care-Pflegefachkräften, Sozialarbeitern und Seelsorgern. Zu den einschränkenden Symptomen gehören vor allem Schmerzen, Müdigkeit, Atemnot und Übelkeit, aber auch Sorgen und Ängste um die eigene Person, die eigene Seele und um geliebte Menschen, die nach dem eigenen Tod zurückbleiben.

Diesen Symptomen, die einander oft gegenseitig bedingen, begegnet das Netzwerk Hospiz auf körperlicher, sozialer, spiritueller und psychologischer Ebene.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Ausgabe (30. Dezember) des Traunsteiner Tagblatts.

fb/red

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