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Auch in Marktschellenberg: Freiwilliger Verzicht auf Feuerwerk

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Foto: Symbolbild (dpa)

Marktschellenberg – Aus Umweltschutzgründen und um die traditionellen Weihnachtsschützen wieder mehr in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken, will auch die Marktgemeinde Marktschellenberg zum freiwilligen Verzicht auf Feuerwerkskörper an Silvester aufrufen.


Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. Damit schließt sich Marktschellenberg den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee (zum Bericht) an.

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Erster Bürgermeister Franz Halmich (FWG) betonte in der Gemeinderatssitzung, es sei keine Freude für die Gemeindemitarbeiter, die an Neujahr die Überreste des Silvesterfeuerwerks aufklauben müssten. Auch für die Landwirte, in deren Feldern der Müll lande, sei es kein Spaß.

»Es handelt sich dabei aber nicht um eine Verordnung oder Satzung, wie es sie in großen Städten gibt«, fügte der Rathauschef noch hinzu. »Aber ein freiwilliger Aufruf schadet nicht.« Weiters führte Halmich das Argument Feinstaubbelastung durch Feuerwerk an.

Daraufhin meldete sich Dr. Michael Köhler (CSU) zu Wort und gab zu bedenken, dass auch die Weihnachtsschützen Feinstaub produzieren und man diesen »freiwilligen Verzicht« auch auf sie beziehen könnte. Der Bürgermeister stellte daraufhin klar, dass es nur um privates Feuerwerk geht. Denn das Brauchtum der Weihnachtsschützen soll so wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden.

Auch dritter Bürgermeister Franz Kranawetvogl (LWG-Grüne) betonte, dass der Beschluss des Gemeinderats nicht das traditionelle Brauchtum betreffe. Die Gremiumsmitglieder beschlossen den Aufruf auf freiwilligen Verzicht auf Feuerwerkskörper einstimmig.

Annabelle Voss