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Auch ohne Ronaldo: Real vor BVB-Spiel in Torlaune

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Real gewann und Cristiano Ronaldo konnte obendrein geschont werden. Foto: Juan Carlos Hidalgo Foto: dpa

Madrid (dpa) - Es geht auch ohne Cristiano Ronaldo. Drei Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Borussia Dortmund hat Real Madrid mit einem 4:0-Sieg bei Real Sociedad San Sebastián seine Titelambitionen in der spanischen Fußball-Liga unter Beweis gestellt.


Auch ohne den angeschlagenen Weltfußballer Ronaldo präsentierten sich die Königlichen in Torlaune und verstärkten den Druck auf Atlético Madrid.

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Der Tabellenführer verteidigte mit einem glücklichen 1:0-Sieg über den FC Villarreal die Spitzenposition, offenbarte aber Schwächen. Der FC Barcelona benötigte zwei Elfmeter und ein Eigentor des Gegners zu seinem 3:1-Erfolg über das Schlusslicht Betis Sevilla.

»Wir werden bis zum letzten Spieltag um den Titel kämpfen«, kündigte Real-Trainer Ancelotti an. Der Italiener hatte den unter Kniebeschwerden leidenden Ronaldo - ebenso wie Angel di María und Fabio Coentrão - für das Viertelfinal-Rückspiel am Dienstag in Dortmund geschont. Dies zeigt, dass Ancelotti trotz des 3:0-Siegs der Madrilenen im Hinspiel den Einzug ins Halbfinale noch nicht für gesichert hält und dem BVB eine Überraschung zutraut.

Dabei hatte für die Madrilenen in San Sebastián viel auf dem Spiel gestanden. Ein Patzer beim Tabellensechsten hätte praktisch das Ende der Titelchancen bedeutet. Den Torreigen eröffnete ausgerechnet Asier Illarramendi (44. Minute), der im vorigen Sommer von San Sebastián nach Madrid gewechselt war. Es war sein erstes Tor im Anoeta-Stadion. Für seinen Ex-Club hatte er dort nie getroffen. Die weiteren Treffer erzielten Gareth Bale (66.), Pepe (84.) und Alvaro Morata (87.)

Bei Atlético hingen der 1:0-Sieg und die Tabellenführung lange Zeit am seidenen Faden. Der völlig erschöpfte Spitzenreiter bolzte den Ball in der Schlussphase blindlings nach vorn, um Zeit zu schinden. Trainer Diego Simeone spornte die Fans im Calderón-Stadion unermüdlich an, das Team anzufeuern. Der Siegtreffer durch Raúl García (14.) war umstritten, weil der Schütze zuvor einen Gegner weggestoßen hatte.

Bei Barça war weder Messi noch Neymar der wertvollste Angreifer, sondern der Betis-Verteidiger Jordi Figueras. Der Abwehrspieler verursachte mit einem völlig unnötigen Foul den Elfmeter, den Messi (15.) zum Führungstreffer nutzte. Obendrein verhalf der aus Katalonien stammende Figueras Barça per Eigentor (66.) zum 2:0.

Nach dem Anschlusstreffer von Rubén Castro (68.) vergab Betis mehrere Chancen zum Ausgleich. Messi (86.) verwandelte einen weiteren Strafstoß im Nachschuss zum 3:1. Der Argentinier trat ansonsten in der Partie kaum in Erscheinung und stiefelte häufig nur im Spazierschritt über den Platz.