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Auf den Spuren des Klimawandels

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Die Klasse 7 b der Mittelschule Berchtesgaden besuchte im Rahmen des alpenweiten Projekts »Youth at the top« den Blaueisgletscher im Nationalpark Berchtesgaden. (Foto: privat)

Ramsau – 18 Schüler der Mittelschule Berchtesgaden verbrachten kürzlich im Rahmen des alpenweiten Projekts »Youth at the top« eine Nacht auf der Blaueishütte. Im Auftrag der Nationalparkverwaltung begleitete der Umweltpädagoge Mark Walter die Gruppe und informierte die Jugendlichen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels am Beispiel des Blaueisgletschers.


Zeitgleich verbrachten mehrere Hundert Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Alpenraum die gleiche Nacht auf Schutzhütten in den Bergen und schlossen sich damit dem internationalen Projekt an.

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Ihr persönliches Gepäck mussten die Schüler der Klasse 7 b der Mittelschule Berchtesgaden selbst hinauf über die Schärtenalm zur Blaueishütte tragen. Für viele Teilnehmer war es die erste Übernachtung auf einer Schutzhütte in den heimischen Bergen, für manche sogar die erste Bergwanderung. »Mir war es wichtig, dass wir gemeinsam als Klasse erfahren können, welch atemberaubende Landschaft wir direkt vor der Haustüre haben. Manche Schüler würden das sonst niemals erleben«, erklärte Klassenlehrerin Rebecca Guggenbichler. »Aus diesem Grund habe ich sofort zugesagt, als ich vom Umweltbildungsteam des Nationalparks gefragt wurde, ob wir bei der Veranstaltung »Youth at the top« teilnehmen möchten.«

Am Nachmittag frischten die Jugendlichen im Rahmen einer Wanderung zum Blaueis-Gletscher ihr Wissen zum Klimawandel auf. Von der Altschnee- und Eisfläche sichtlich beeindruckt, stellten die Jugendlichen viele Fragen. Für manche war Schnee im Sommer eine neue Erfahrung. Andere wiederum waren erstaunt darüber, wie sehr der Gletscher in den letzten Jahren zurückgegangen ist. In der Abenddämmerung machte sich die Gruppe auf den Weg zurück zur Schutzhütte, wo sich die Hüttenwirte um das leibliche Wohl der Teilnehmer kümmerten.

Ein Ziel des Projekts ist es, bei Jugendlichen im Alpenraum das Gefühl der Solidarität zu stärken. Außerdem soll das gemeinsame Erlebnis in der Natur Bewusstsein für Umweltschutz schaffen und vertiefen. Ihre persönlichen Erfahrungen teilen die Jugendlichen anhand von Fotos und Videoclips auf einer für das Projekt eingerichteten Website. Unter www.youth-at-the-top.org können sich Interessierte in den kommenden Wochen einen Zusammenschnitt sämtlicher Aktionen der Schutzgebiete im Alpenraum ansehen. fb