weather-image
19°

Auf den Toyota Yaris ist lange Verlass

0.0
0.0
Kleiner Japaner mit weißer Weste
Bildtext einblenden
Experten von ADAC und Tüv stellen dem gebrauchten Yaris in der Regel gute Noten aus. Foto: Toyota Foto: dpa

Seit 1998 ist der Toyota Yaris als typischer Kleinwagen mit zwei oder vier Türen und einem Benzinmotor zu haben. Inzwischen gibt es ihn auch als Vollhybridversion. Doch lohnt der Kauf eines Gebrauchten? So schneidet der Kompakte im Langzeiteinsatz ab:


Berlin (dpa/tmn) - Der Toyota Yaris ist der Länge nach ein typischer Kleinwagen: Trotz Wachstum mit den Generationen bleibt das aktuelle Modell noch unter der Marke von vier Metern - die inoffizielle Grenze zur nächsthöheren Klasse, die der Hauptkonkurrent VW Polo bereits genommen hat.

Anzeige

Den Japaner gibt es zudem auch als Vollhybrid. Nicht nur der gilt als Gebrauchter als Tipp. Wir betrachten die aktuelle Generation (Typ XP13) und deren Vorgänger (Typ XP9).

Modellhistorie: Als Nachfolger des Starlet ging 1998 der erste Yaris in den Verkauf. 2006 rückte die Zweitauflage nach. Seit 2011 wird das aktuelle Modell vermarktet. Während es vom Ursprungsmodell noch einen Minivan gab (Yaris Verso), haben Kunden ansonsten die Wahl zwischen dem Zweitürer und dem Viertürer. Erst mit der aktuellen Auflage baute Toyota allerdings den Hybridantrieb ein, der aus dem Prius stammt.

Abmessungen: Typ XP9: 3,79 m x 1,70 m x 1,53 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 275 bis 737 l; Typ XP13: 3,95 m x 1,70 m x 1,51 m; 286 l bis 768 l.

Karosserievarianten: Drei- und Fünftürer.

Stärken: Der Yaris ist ein zuverlässiges Auto und glänzt mit guten Noten bei der Hauptuntersuchung (HU). In Sachen Fahrwerk gibt es erst beim vierten Check etwas zu monieren, wenn der Verschleiß der Antriebswellen überdurchschnittlich oft auftritt. Der neuere Yaris, der sich mit dem komfortableren Fahrwerk anders als der Vorgänger auch als Reiseauto empfiehlt, hat beim Kapitel Bremsen noch eine gänzlich weiße Weste. Über alle Baujahre kein Problem ist laut »Auto Bild Tüv Report 2019« der Ölverlust. Die Abgasuntersuchung (AU) schafft er meist auf Anhieb.

Schwächen: Die größte Kritik entfällt auf die Rückleuchten, die über alle Baujahre zu oft mängelbehaftet sind. Ab der zweiten HU trifft die Kritik auch die vordere Beleuchtung. Mit verrosteten Bremsleitungen und verschlissenen Scheiben fällt erst der XP9 aus dem Rahmen. Ab der dritten HU häufen sich marode Auspuffanlagen.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf die hauseigene Pannenstatistik: »Der Yaris schneidet durchgehend gut bis sehr gut ab.« Und so ist das Protokoll der Pannenhelfer des Clubs auch kurz: Sie rückten bei Exemplaren der Baujahre 2009 bis 2012 oft aus wegen streikenden Zündkerzen. Die zweite statistisch auffällige Pannenursache sind die Batterien (2012 und 2013).

Motoren: Benziner: Drei- und Vierzylinder von 51 kW/69 PS bis 156 kW/212 PS; Diesel: Vierzylinder mit 66 kW/90 PS. Der Hybrid kommt auf 74 kW/100 PS Systemleistung.

Marktpreise (laut »DAT Marktspiegel« der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Yaris 1.5 VVT-i Hybrid (Dreitürer, 2012); 74 kW/100 PS (Vierzylinder); 95.000 Kilometer; 6650 Euro. - Yaris 1.0 Dual-VVTI (Fünftürer, 2014); 51 kW/69 PS (Dreizylinder); 70.000 Kilometer; ab 5925 Euro. - Yaris 1.4 D-4D (Fünftürer, 2014); 66 kW/89 PS; (Vierzylinder); 85.000 Kilometer; ab 7600 Euro.