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Auf der Straße, dem Sportplatz oder in der Kirche

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Auf der Straße, dem Sportplatz oder in der Kirche
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Der Tennisspieler Roger Federer küsst nach seinem Sieg den Pokal. Foto: Lukas Coch/AAP/dpa Foto: dpa

Woran denkst du beim Wort küssen? Die einen stellen sich vielleicht ein Liebespaar vor, andere denken daran, wie Sportler ihren Pokal küssen oder wie jemand in der Kirche die Figur oder das Bild eines Heiligen küsst.


»Es gibt nicht den einen Kuss«, sagt auch die Fachfrau Christiane Cantauw. »Küsse gibt es in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen.«

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Manchmal wollen Leute ihre Verehrung damit ausdrücken. So war das früher, als die Menschen Handküsse austauschten. »Dafür muss man sich tief bücken. Man macht sich damit vor dem anderen klein«, sagt die Expertin. Damit war klar, wer sich dem anderen unterordnet.

Anders ist es bei Küssen auf den Mund oder die Wange. »Dabei begegnen sich zwei Menschen auf Augenhöhe«, sagt Christiane Cantauw. Früher wurden Friedensverträge mit solchen Küssen besiegelt. »Zwei Personen, die eigentlich verfeindet waren, kamen sich dabei so nah, dass es möglich gewesen wäre, sich zu erstechen.« Der Kuss kann also auch ein Zeichen für Vertrauen und Frieden sein.