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Auf kleinen Beinchen durch die Wüste flitzen

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Silberameise
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Silberameisen laufen schnell, weil der Sand in der Wüste so heiß ist. Foto: Harald Wolf/Universität Ulm/dpa Foto: dpa

Eine Hochgeschwindigkeits-Kamera steht bereit. Kommt hier gleich ein Rennwagen vorbeigesaust? Nein! Wissenschaftler haben die Kamera für etwas anderes benutzt: Sie filmten damit Silberameisen in der Wüste des Landes Tunesien. Außerdem maßen sie die Geschwindigkeit der Tiere: 3 Kilometer pro Stunde. 


Das klingt erstmal nicht sehr beeindruckend. Fußgänger sind meist schneller unterwegs. Allerdings haben Silberameisen viel, viel kürzere Beine als Menschen! Die Forscher sagen: Umgerechnet müsste ein Mensch 500 Kilometer pro Stunde laufen, um die Leistung der Ameisen zu erreichen. Das ist deutlich schneller als ein Formel-1-Auto. So schnell läuft niemand.

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Warum die Silberameise so flitzt, wissen die Forscher auch. Die Tiere fressen tote Insekten. Diese sammeln sie in der Mittagshitze ein. Dann ist der Wüstensand eigentlich viel zu heiß für sie. Deshalb müssen die Ameisen möglichst schnell wieder in ihr unterirdisches Nest. Dort kühlen sie sich ab und machen sich bereit für die nächste schnelle Beute-Suche.