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Aufholjagd am Großglockner

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Der 57-jährige Radrennfahrer Rainer Popp aus der Schönau fuhr beim Rennen von Graz zum Großglockner auf den fünften Platz. (Foto: privat)

Der heimische Radsportler Rainer Popp zeigte beim 450  Kilometer langen Ausdauerrennen von Graz hinauf zur Zielankunft Edelweißspitze am Großglockner eine beeindruckende Leistung. Nach 21 Stunden und 31 Minuten schaffte es der Oldie nach einer begeisternden Aufholjagd noch, unter die Top Fünf zu fahren. 35 Jahre Altersunterschied liegen zwischen dem jüngsten Fahrer im Feld und dem Schönauer. Begleitet und betreut wurde der Ausdauersportler von seinem Sohn Florian sowie Stefan Dufter und Christian Lindner vom TSV Berchtesgaden.


32 Grad plus zeigte das Thermometer beim Start in Graz, was Popp gar nicht begeisterte. Doch ruhig und besonnen spulte der erfahrene Radsportler sein Pensum herunter. Als Routinier aus zahllosen Rennen wusste Popp, dass es ab Kötschach Mauthen richtig schwer würde. 8 625 Höhenmeter mussten die Rennfahrer insgesamt überwinden. Über die steirischen Weinberge, Soboth und Scheidasattel führte die Strecke entlang der Grenze über den Karnitscher Sattel, Iselsberg und Hochtor zum Ziel Edelweißspitze. Dabei waren auf den letzten 140 Kilometern über 4 600 Höhenmeter zu bewältigen. Eine Aufgabe, die alle Fahrer an ihr körperliches Limit brachte. Popp war nach einem Schwächeanfall in der Nacht um Platz neun festgenagelt, die Abstände waren zu groß. Doch der Bergspezialist spekulierte noch auf den Großglockner. Hier hatten fast alle Fahrer nach über 400 zurückgelegten Kilometern Schwierigkeiten. Sohn Florian und seine Freunde hielten ihren Fahrer ständig am Laufenden. Zwischen Winklern und Heiligenblut konnte Popp einige Zeit gutmachen und holte die letzten Reserven aus sich heraus. In einer fantastischen Aufholjagd kämpfte sich der sechsfache Weltmeister im 15 Kilometer langen Schlussanstieg noch auf Platz fünf im Gesamtklassement vor. Mit der schnellsten Auffahrtszeit aller Fahrer hinauf zum Hochtor bewies der 57-Jährige einmal mehr, zu welchen Leistungen er nach wie vor in der Lage ist. cw

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