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Aufstiegsduell in Berlin - Cottbus und Bielefeld gefordert

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Berlins Trainer Uwe Neuhaus würde sich mal wieder über einen Sieg freuen. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

München (dpa) - Endspiel? Soweit will keiner gehen. Im Aufstiegsduell zwischen Union Berlin und dem SC Paderborn könnte eine Vorentscheidung im Kampf um den Relegationsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga fallen, doch Union-Coach Uwe Neuhaus meidet den Begriff.


«Je länger wir nicht gewinnen, umso bewusster wird uns, dass wir gewinnen müssen, um eine Chance zu haben, oben dranzubleiben», betonte Neuhaus vor der Heimpartie gegen den Tabellendritten.

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Ein Finalspiel um den Aufstieg sieht auch Paderborns Trainer André Breitenreiter nicht: «Wir haben den Klassenerhalt geschafft», sagte der 40-Jährige, «alles, was jetzt noch kommt, ist ein Bonus.» Union dagegen hat sich ganz klar den Aufstieg zum Ziel gesetzt. Insofern zählt für die Kicker aus Köpenick nach drei sieglosen Spielen nur ein Sieg. «Jetzt muss einfach ein Dreier her», gab Torhüter Daniel Haas vor. «Es geht darum, dass wir wieder auf eine positive Schiene kommen nach den vielen liegengelassenen Punkten.»

Auch der punktgleiche Tabellennachbar 1. FC Kaiserslautern hat noch Chancen auf den Relegationsplatz - genauso wie der Gegner der Pfälzer, 1860 München. Mit sieben Punkten Rückstand sind es zwar nur noch Mini-Aussichten, doch Trainer Friedhelm Funkel hat den Aufstieg vor dem Traditionsduell der beiden langjährigen Bundesliga-Clubs noch nicht abgeschrieben. Abgehakt ist dagegen die 0:3-Hinspielpleite: «Mit der Vergangenheit beschäftige ich mich nicht mehr. Wir müssen auf das Team gewappnet sein, das am Sonntag bei uns aufläuft», warnte Funkel vor dem 26. Spieltag. Spitzenreiter 1. FC Köln muss seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Zweiten Greuther Fürth gegen den VfR Aalen verteidigen, der Verfolger aus Franken ist zu Gast beim Tabellenvorletzten Dynamo Dresden.

Der FC St. Pauli und der Karlsruher SC werden ganz genau auf die Resultate der Clubs in der oberen Tabellenhälfte schauen. Platziert auf Platz vier und fünf mischen die beiden Vereine ebenfalls oben mit und haben nun beide Gegner aus der unteren Tabellenhälfte zu Gast. Der auswärtsstarke FC Ingolstadt (seit neun Spielen ungeschlagen) will seine Serie am Millerntor fortsetzen, nachdem der zweite Lauf jüngst riss: Gegen den FSV Frankfurt kassierten die Oberbayern ihre erste Niederlage im Jahr 2014. «Bisher sahen wir bei den Top-Teams der Liga immer gut aus», sagte FCI-Stammspieler Pascal Groß vor der Partie. Karlsruhe hat Erzgebirge Aue zu Gast.

Am Tabellenende möchte auch noch keiner von einem Endspiel reden, doch das Abstiegsduell am Sonntag zwischen Arminia Bielefeld und Energie Cottbus ist zumindest für das Schlusslicht aus der Lausitz brisant: Siegt die Arminia, wächst die Distanz auf den Relegationsrang wieder auf acht Zähler. «Das wird ein Hauen und Stechen bis zum Schluss», prophezeit Bielefelds noch frischer Trainer Norbert Meier. Mit zwei Niederlagen aus drei Partien erwies er sich bislang nicht als der ersehnte Hoffnungsträger.

Der ist wiederum Jörg Böhme in Cottbus: Sechs von möglichen neun Punkten gewann das Schlusslicht unter ihm, die einzige Niederlage gab es in Köln. «Der Trainer hängt sich voll rein und kriegt die Jungs gut mitgerissen. Er hat eine andere Ansprache, das richtige Fingerspitzengefühl bei der Aufstellung und das notwendige Glück», schwärmte Clubchef Ulrich Lepsch. Gegen seinen Ex-Verein will Böhme nun den nächsten Dreier. Ob er den Klassenverbleib schafft? «Wir glauben nicht - wir arbeiten!», sagte er.

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