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Aufwändige Arbeiten für die neue Fuß- und Radwegbrücke über die Tiroler Achen

Die Arbeiten zum Aufbau der neuen Fuß- und Radwegbrücke über die Tiroler Achen laufen auf Hochtouren. Die neue Brücke wird den Fluss im Bereich des Marquartsteiner Feuerwehrhauses beim neuen Gewerbegebiet bis zum Sportheim in Freiweidach überspannen. Abgeschlossen sind bereits die Betonarbeiten an den beiden Flussufern (Foto links) und die Widerlager, auf denen die Brücke später verankert wird. Gegründet sind die Widerlager auf Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern. Diese haben eine Länge von rund fünf Metern auf der westlichen und rund sieben Metern auf der östlichen Seite. Auch der Treppenzugang zur Brücke in Freiweidach ist abgeschlossen. Nach den Plänen des Architekturbüros Richard Dietrich aus Traunstein ist eine optisch leicht wirkende, elegante Stabbogenbrücke mit Stahlkonstruktion und oben liegendem Tragwerk vorgesehen. Gestalterisch nimmt die neue Brücke das Motiv der alten Achenbrücke im Ortszentrum auf, jedoch weit filigraner (wir berichteten). Zur Herstellung des Bauwerks sind 85 Tonnen Stahl und 220 Tonnen Beton nötig. Eine besondere Herausforderung für die Stahlbauer waren die Brückenbögen. Der aus Belgien kommende Stahl wurde in einem komplizierten Verfahren bei einer Firma in Holland gebogen. Dieses aufwändige Biegeverfahren war auch der Grund für eine Verzögerung im ursprünglich vorgesehenen Zeitplan, nach dem die Brücke bereits Ende Juli eingeweiht werden sollte. Zur Weiterverarbeitung wurden die Stahlteile dann an die Spezialfirma Mühlbauer in Furth im Wald geliefert, wo unser rechtes Bild entstand. Die sogenannten Gurtrohre mit Ober- und Untergurt, aus denen die Bogenkonstruktion besteht, sind Stahlrohre mit einem Durchmesser von 65 Zentimetern und einer Wandstärke von drei Zentimetern. Sie bilden das Haupttragwerk der Brücke. Wenn die Stahlteile weitgehend vorgefertigt sind, werden sie in mehreren Teilstücken mit Schwertransportern nach Marquartstein transportiert. Die Montage erfolgt innerhalb von drei Wochen direkt an der Baustelle, wo die vorbereiteten Teile zu einem Stück zusammengeschweißt werden. Das Einheben der Brücke als Ganzes wird nach dem jetzigen Zeitplan am 25. September stattfinden. Mit Hilfe eines riesigen Spezialkrans wird die 60 Meter lange und 80 Tonnen schwere Stahlkonstruktion in Millimeterarbeit auf die Widerlager an den Flussufern aufgesetzt. Voraussetzung ist allerdings, dass an diesem Tag kein Wind herrscht. Die offizielle Einweihung mit Verkehrsminister Peter Ramsauer ist für den 15. Oktober vorgesehen. gi

 
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