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Augsburg überrascht Frankfurt - Stuttgart siegt

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Umarmung
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Markus Weinzierl umarmt seinen Doppeltorschützen Dong-Wong Ji. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Pleite
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Bei den Frankfurtern Bastian Oczipka (r) und Carlos Zambrano herrscht Ratlosigkeit. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa
Heimsieg
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Die Stuttgarter bejubeln mit Torschütze Christian Gentner das 2:0 gegen Gladbach. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Gefeiert
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Stuttgarts Cristian Molinaro feiert nach dem Spiel mit den Fans. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Zerknirscht
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Gladbachs Torwart Marc-André ter Stegen ist nach dem zweiten Gegentor angefressen. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Blutig
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Gladbachs Havard Nordtveit muss mit blutiger Nase vom Platz. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Nachsehen
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Der Frankfurter Torwart Oka Nikolov kann dem Ball nur noch hinterher schauen: Es steht 1:0 für Augsburg. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Augsburg (dpa) - Nach dem Abpfiff rannte Trainer Markus Weinzierl auf den Platz und umarmte jeden seiner Spieler. Mit einer bemerkenswerten Leistung hat der FC Augsburg völlig verdient Europa-League-Anwärter Eintracht Frankfurt mit 2:0 bezwungen. Mann des Tages war ein ganz starker Koreaner.


Zuvor hatte der VfB Stuttgart Borussia Mönchengladbach ebenfalls mit 2:0 besiegt und sich viel Selbstvertrauen für das Pokal-Halbfinale am Mittwoch gegen den SC Freiburg geholt. Begünstigt durch kuriose Abwehrpatzer der Gäste gewann Stuttgart letztendlich verdient und verpasste seinem Kontrahenten einen Dämpfer im Rennen um einen Platz in der Europa League. Ein Eigentor von Alvaro Dominguez (28. Minute) und der Treffer von Christian Gentner (34.) bescherten dem VfB vor 53 430 Zuschauern den erst vierten Saisonheimsieg in der Fußball-Bundesliga.

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Stuttgart hat nach dem ersten Heimerfolg 2013 als Zwölfter mit 36 Punkten kaum noch realistische Chancen, das internationale Geschäft über die Liga zu erreichen, wäre aber bei einem Pokalfinaleinzug in Europa sicher dabei, wenn der Gegner dort Bayern München hieße. «Man hat von der ersten Minute an gesehen, wie engagiert wir rangegangen sind», sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia dem TV-Sender Sky. «Das Spiel tut uns definitiv gut», betonte er.

Gladbachs Trainer Lucien Favre konnte sich nach seinem 150. Spiel als Bundesliga-Coach gar nicht freuen. Mit 41 Punkten rangiert der Vorjahres-Vierte auf Platz sieben weiter knapp hinter den Europacup-Rängen. «Wir haben nicht schlecht gespielt. Wir kriegen Tore, die machen viel kaputt», sagte Favre. «Dagegen kannst du nichts machen.»

Bei Traumwetter versuchte zunächst Gladbach das Spiel zu bestimmen. Doch dann wurde es für die Borussia in mancher Hinsicht schmerzhaft. Havard Nordtveit (9.) rasselte beim Kopfballduell mit Stuttgarts Georg Niedermeier zusammen und holte sich eine blutige Nase. Kurz darauf musste er für Granit Xhaka raus.

Torwart Marc-André ter Stegen reagierte bei einem Kopfball von Martin Harnik (11.) noch sensationell. Danach verließen den Borussen-Torwart Glück und Geschick. Eine scharfe Freistoß-Flanke von
Alexandru Maxim wurde von Luuk de Jong, ihm selbst und schließlich Dominguez dreifach abgefälscht und landete im eigenen Tor. Wenig später überlistete Gentner die Gäste. Ter Stegen verließ sich auf Herrmann. Herrmann verließ sich auf ter Stegen. Gentner lupfte aus spitzem Winkel den Ball zum 2:0 ins Tor.

In Augsburg erzielte der bärenstarke Südkoreaner Dong-Won Ji mit seinem ersten Doppelpack in einem turbulenten Heimspiel vor 30 660 Zuschauern beide Treffer (27./55.). «Das hat sehr viel Spaß gemacht heute», sagte FCA-Manager Stefan Reuter. «Es ist wichtig, dass der Glaube in der Mannschaft da ist, das packen zu können. Sie haben klasse gespielt und hochverdient gewonnen.»

Der FCA liegt damit auf dem Relegationsplatz mit 27 Zählern nur noch drei Punkte hinter Fortuna Düsseldorf. «Natürlich schaffen wir das, wir haben noch fünf Spiele und sind ein starkes Team», sagte Ji nach der Partie beim TV-Sender Sky.

Eintracht-Trainer Armin Veh verpasste es dagegen in seiner Heimatstadt Augsburg, mit Aufsteiger Frankfurt einen großen Schritt Richtung internationales Geschäft zu machen. Die Hessen bleiben trotz einer schwachen Leistung als Sechster aber auf einem Europa-League-Rang. «Das war ein absolut verdienter Sieg für Augsburg. Sie haben mehr investiert als wir und waren präsenter auf dem Platz. Nach der Leistung brauchen wir nicht über Europa zu sprechen, da sind wir jetzt mal ein ganzes Stück weg», sagte Veh.