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Aus 40 Metern Höhe: Helikopter-Absturz an Skiflugschanze in Oberstdorf – Pilot schwer verletzt

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Hubschrauber-Absturz an Oberstdorfer Skiflugschanze im Allgäu
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Ein Lastenhelikopter stürzte am Freitag Vormittag beim Anheben von Bauteilen an der Skiflugschanze in Oberstdorf aus einer Höhe von rund 15 Metern ab. Der Pilot wurde schwer verletzt, soll aber nicht in Lebensgefahr schweben. (Foto: Benjamin Liss/dpa)

Oberstdorf – Schwer verletzt wurde ein Pilot beim Absturz eines Hubschraubers am Donnerstag Vormittag an der Schattenbergschanze im Skisprungstadion "Audi-Arena" in Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu). Der Mann wurde laut Polizei mit mehreren Knochenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht.

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Update, 13.21 Uhr: Absturz aus 40 Metern Höhe

Wie der Inspektionsleiter der Polizei Oberstdorf gegenüber dem Bayerischen Rundfunk schildert, sei der Hubschrauber heute Morgen nicht wie ursprünglich angenommen aus zehn bis 15 Metern Höhe, sondern aus einer Höhe von rund 40 Metern abgestürzt. Das Unglück passierte den Angaben zufolge kurz vor 9 Uhr.

Der Pilot war für den Abtransport von Masten, die ein Windnetz tragen, am Skisprungstadion am Schattenberg im Einsatz. Der Grund für den Absturz könnte laut dem Polizeisprecher in einem unplanmäßigen Lösen der Spannseile liegen, mit denen die Masten befestigt sind. So verlor die Maschine das Gleichgewicht und stürzte ab.

Zum Glück erlitt der Pilot keine lebensgefährlichen Verletzungen, so der Sprecher weiter gegenüber dem BR. Spezialisten der Kriminalpolizei Kempten haben die Ermittlungen aufgenommen, in die auch das Bundesamt für Flugsicherung eingebunden wird.

Erstmeldung:

Der Lastenhubschrauber war im Rahmen von Bauarbeiten an der Oberstdorfer Skiflugschanze im Einsatz. Als der Pilot ein Bauteil anheben wollte, geriet der Helikopter außer Kontrolle und stürzte aus einer Höhe von rund 15 Metern auf den Boden. Wie es zu dem schweren Unglück kommen konnte, ist noch völlig unklar und nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Pilot war laut Medienberichten damit beschäftigt, an der Schattenbergschanze Masten auszufliegen, als sich nach ersten Informationen von Lokalmedien vermutlich ein Seil gelöst haben soll. Ersthelfer haben den nach dem Absturz in Brand geratenen Helikopter mit Feuerlöschern abgelöscht. Die Unfallstelle befindet sich in abschüssigem Gelände. An der Skisprungschanze in der Audi-Arena läuft seither ein Großeinsatz der Rettungskräfte. Der Schaden soll bei mehreren Millionen Euro liegen.

Bekannt ist die Arena für die Vierschanzentournee, die dort alljährlich ausgetragen wird.

red