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Aus Bacheifeldschule soll Bildungscampus werden

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Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Berchtesgaden (v.l.): Helmut Langosch (1. Vorstand), Hans Walch (Schriftführer und Pressereferent), Dieter Nowak (1. Vorstand Freie Wähler Berchtesgadener Land), Rosemarie Plenk (Schatzmeisterin), Richard Schwab (2. Vorstand), Sabrina Stutz (stellvertretende Vorsitzende Freie Wähler Berchtesgadener Land), Michael Koller (Beisitzer), Sepp Wenig (Beisitzer) und Karl Seiberl (Kassenprüfer). (Foto: privat)

Berchtesgaden – Ihre Vision, im Gebäude der Bacheifeldschule einen Bildungscampus zu installieren, konkretisierten die Freien Wähler Berchtesgaden auf ihrer Jahreshauptversammlung. In deren Rahmen bestätigten die Mitglieder auch die amtierende Vorstandschaft um 1. Vorsitzenden Helmut Langosch in ihren Ämtern.


Zur Versammlung waren neben den Gemeinde- und Kreisräten auch der 1. Vorsitzende der Freien Wähler Berchtesgadener Land, Dieter Nowak, seine Stellvertreterin Sabrina Stutz, und der 2. Bischofswieser Bürgermeister Thomas Resch gekommen.

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1. Vorsitzender Helmut Langosch ging in seinem Vorstandsbericht zunächst auf die Landtags-und Bezirkstagswahlen im Oktober letzten Jahres ein, bei denen man beachtliche Erfolge erzielt habe. Der Direktkandidat für den Landtag, Michael Koller, war mit 10 790 Stimmen auf Platz 16 in Oberbayern gekommen, der Zweitstimmenkandidat für den Bezirkstag, Hans Walch, sei mit 6 188 Stimmen von Listenplatz 40 auf Platz 30 nach vorne gerückt.

Den Hauptbahnhof Berchtesgaden hatte man im Rahmen einer Führung durch Klaus Satra besichtigt. Hier wurde auch die aktuelle Situation im Zusammenspiel von Kreisverkehr, ÖPNV, Orientierungsmöglichkeiten für Gäste und die schon seit Langem von den Freien Wählern geforderte, behindertengerechte Verbindung für Fußgänger zum Markt eingehend besprochen. Auch bei dem Ortstermin mit dem Bayerischen Fernsehen an der Baustelle am Eisenrichter waren Freie Wähler aus Berchtesgaden vor Ort, um eine drohende Totalsperrung der Bundesstraße 20 mit zu verhindern.

In die Zukunft blickend, nannte Langosch die weitere Verwendung des Mittelschul-Gebäudes, den Erhalt und die zukunftsfähige Gestaltung der Sportanlagen an der Breitwiese sowie Möglichkeiten, wirklich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen als Eckpunkte für die weitere politische Arbeit.

Der Bericht des Fraktionssprechers Michael Koller begann ebenfalls mit einem Rückblick auf die Landtags- und Bezirkstagswahl 2018 und einem Ausblick auf die bevorstehende Kommunalwahl 2020. Koller sagte hierbei, es sei sinnvoll, alle Gebäude des alten Gymnasiums in der Salzburger Straße für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

Nach Verlegung der Mittelschule von Berchtesgaden nach Bischofswiesen, drängt sich für Koller weiterhin die Nutzung des Gebäudes der Bacheifeldschule für Bildung geradezu auf. Im vorhandenen Schulgebäude könnten nach Kollers Meinung das Schülerforschungszentrum, die Volkshochschule, die Musikschule, die Schnitzschule, Probenräume für Musik und Vereine oder ähnliche Bildungseinrichtungen bestens untergebracht werden. So könnte in der Tradition der Bacheifeldschule ein regelrechter Bildungscampus entstehen.

Außerdem müsse die Infrastruktur verbessert werden, forderte Koller. Das gelte sowohl am Kreisverkehr am Bahnhof als auch im Marktbereich. Die seit Langem von den Freien Wählern geforderte Aufstiegshilfe vom Salinenplatz in den Markt sei außerdem aktueller denn je.

Beim Thema Zweitwohnungen sei die Gemeinde gefordert gegenzusteuern. Bei den Projekten Eberweinweg, Metzenleiten und Villa Schön sei es für die Fraktion außerordentlich wichtig, das Gleichheitsprinzip anzuwenden. Die Freien Wähler hätten beim Thema »Villa Schön« gerne erst das Urteil durch das Verwaltungsgericht abgewartet, um eine weitsichtige Entscheidung besser treffen zu können.

Anschließend folgte der von positiven Zahlen geprägte Kassenbericht für das Jahr 2018 durch Schatzmeisterin Rosi Plenk. Kassenprüfer Karl Seiberl bescheinigte eine ordentliche und sachgemäße Kassenführung und empfahl die Entlastung der Kassierin, welche einstimmig erfolgte.

Nun folgte die Neuwahl, in der alle Mitglieder der Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt wurden (siehe Kasten). Unter »Wünsche und Anträge« kamen die Mitglieder mit ihren Anliegen zu Wort. Hier äußerte der ehemalige Gemeinderat Michael Brandner, dass die Sanierung des Bahnhofsstegs unbedingt vorangetrieben werden müsse. Außerdem sei der desolate Zustand des Bürgersteigs in der Königsseer Straße zu beheben. fb