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Aus für die »Lindenstraße« kommt 2020 - Fans protestieren

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«Lindenstraße»-Requiem: Eine Szene aus der ersten Folge mit dem Titel «Herzlich Willkommen». Foto: WDR/Engelmeier Foto: dpa
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In der «Lindenstraße» gehen die Lichter aus. Foto: Rolf Vennenbernd Foto: dpa
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Ein Bild aus frühen «Lindenstraßen»-Tagen: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger). Foto: Fotoreport WDR Foto: dpa
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Ein Bild aus frühen «Lindenstraßen»-Tagen: Familie Beimer im Jahr 1986. Foto: Fotoreport WDR Foto: dpa
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Hans W. Geißendörfer in der Küche der Familie Beimer. Der Regisseur und Produzent ist der Vater der «Lindenstraße». Foto: Rolf Vennenbernd Foto: dpa
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Ein Bild aus frühen «Lindenstraßen»-Tagen: Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) mit ihrem ersten Mann Hans (Joachim Hermann Luger). Foto: Fotoreport WDR Foto: dpa
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Als Obdachloser Harry war der Schriftsteller und geniale Übersetzer Harry Rowohlt Kult in der «Lindenstraße. Hier hat er Zeit für eine Parkbank-Plauderei mit Alex (Joris Gratwohl, l). Foto: WDR/Mara Lukaschek Foto: dpa
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Else Kling (Annemarie Wendl) kühlt das Veilchen von Olaf (Frank Rampelmann) mit einem Kotelett. Foto: WDR/Thomas Kost Foto: dpa
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Marie-Luise Marjan hat sich als Mutter Beimer ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Es ist das Aus für eine Institution im deutschen Fernsehen: Die »Lindenstraße« soll im März 2020 zum letzten Mal zu sehen sein. Erfinder Geißendörfer protestiert: Die »Lindenstraße« wird seiner Meinung nach derzeit besonders gebraucht.


Köln (dpa) - Die Fernsehserie »Lindenstraße« wird nach gut 34 Jahren beendet. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD habe sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des noch bis 2020 laufenden Produktionsvertrags entschieden, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit.

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Die letzte Folge soll im März 2020 zu sehen sein. Die »Lindenstraße« ist nach WDR-Angaben die am längsten laufende Serie im deutschen Fernsehen. Sie sei eine »Ikone«, sagte der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehens, Volker Herres. »Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie

Zuletzt hatten im Schnitt nur noch gut zwei Millionen eingeschaltet. Schon wenige Stunden nach der Ankündigung wurden im Internet Unterschriften zur Rettung der Serie gesammelt. »Stellt die Lindenstraße nicht ein!«, lautet die Forderung der Online-Petition.

Die Produzenten Hans W. Geißendörfer (77) und seine Tochter Hana (34) zeigten sich verärgert: »Lindenstraße steht für politisches und soziales Engagement, für Meinungsfreiheit, Demokratie, gleiche Rechte für alle und Integration, was in Zeiten von Rechtsruck und Ausländerfeindlichkeit wichtiger ist denn je«, teilten sie mit. »Wir sind bestürzt und können nur unser Unverständnis zum Ausdruck bringen, dass die ARD es offenbar nicht mehr als ihren Auftrag sieht, die Serie fortzusetzen, zu deren Kern es gehört, diese Haltung zu vertreten.«

Die »Lindenstraße« läuft seit 1985 wöchentlich. Hunderte Schauspieler und Zehntausende Komparsen waren bisher zu sehen. Die Außenkulisse der »Lindenstraße« ist 150 Meter lang und befindet sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd. Für die Dreharbeiten stehen ständig 100.000 Requisiten zur Verfügung.

Die Protagonisten: Übermutter, Hausdrache und ein Kuss

Nach Vater Beimer stirbt nun die ganze Lindenstraße