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Einstimmiger Beschluss im Marquartsteiner Gemeinderat – 50 000 Euro für Sanierung der Mutter-Anna-Kapelle

Ausgeglichener Haushalt ohne Schulden verabschiedet

Marquartstein – Einstimmig und ohne lange Debatten verabschiedete der Gemeinderat Marquartstein in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan und die -satzung für das Jahr 2018. Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Veronika Memminger, empfahl dem Gremium, diesem zuzustimmen.

Für die Mutter-Anna-Kapelle aus dem frühen 18. Jahrhundert sind 50 000 Euro im Haushaltsplan eingeplant. Die Kapelle mit zugehörigem Grund gehört der Gemeinde, das Grundstück drumherum ist Privateigentum. Das Dach der Kapelle und der hintere Teil sind dringend sanierungsbedürftig, da die Kapelle bis vor rund zwei Jahren in ein Gebäude hinein gebaut war. (Foto: Giesen)

Kämmerin Karoline Speckbacher trug die einzelnen Haushaltsposten vor, die sich gegenüber dem letzten Haushaltsplan verändert hatten. Danach schließt der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit rund 6,362 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 1,458 Millionen Euro. Die Aufnahme von Krediten für Investitionen ist nicht vorgesehen. Seit Anfang 2017 haben sich die Steuersätze der Gemeinde von bis dahin 300 auf 310 von Hundert für Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe erhöht (wir berichteten). Dadurch werden im Verwaltungshaushalt Einnahmen durch die Grundsteuer A von 9500 Euro angesetzt, bei der Grundsteuer B 346 000 Euro, das heißt 16 000 Euro mehr als zwei Jahre zuvor. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer beträgt weiterhin 350 von Hundert. Einnahmen für die Gemeinde aus der Gewerbesteuer wurden wieder mit 800 000 Euro vorsichtig angesetzt. Der Höchstbetrag der Kassenkredite, damit Rechnungen rechtzeitig beglichen werden können, wird auf 105 000 Euro festgesetzt. Die Schlüsselzuweisung vom Land liegt bei 929 300 Euro. Geschäftsleiter Florian Stephan erläuterte, dass die Kreisumlage vom Landkreis um einen Prozentpunkt gesenkt wurde, sodass die Kreisumlage für 2018 von der Gemeinde auf 1,6 Millionen Euro angesetzt wurde.

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Im Vermögenshaushalt sind für die Sanierung der Mutter-Anna-Kapelle in der Alten Dorfstraße 50 000 Euro angesetzt, 59 000 Euro für das Herrichten von Sport- und Grünflächen im Bereich der Wanderregion Chiemgauer Alpen. Für Straßen, Plätze und Brücken ist ein hoher Posten von 370 000 Euro für heuer angesetzt, für die weitere Gestaltung der Auerbräuwiese zur Festwiese mit Vereinsküche sind 12 000 Euro eingeplant. Für den Bau der inzwischen beschlossenen Wertstoffinsel am gemeindlichen Wasserwerk sind vorsorglich 20 000 Euro eingeplant, obwohl sich die Kosten voraussichtlich nur auf 13 000 Euro belaufen werden (wir berichteten). Geplant ist eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 840 130 Euro.

Ein relativ großer Posten im Verwaltungshaushalt sind die insgesamt 145 000 Euro für den Unterhalt von Straßen im Gemeindegebiet, deren Unterhalt die Gemeinde leisten muss. Als Resümee erklärte Bürgermeister Andreas Scheck, dass der Haushalt wie bisher solide geführt sei. Das zeige auch, dass dem Vermögenshaushalt trotz steigender Kosten dennoch 395 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden können. Die Gemeinde stehe nach wie vor besonders wegen der sprudelnden Steuereinnahmen gut da, so das Gemeindeoberhaupt.

Auch den Finanzplan für die Jahre 2019 bis 2021 beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer werden durchgehend wie 2018 bei 166 000 Euro angesetzt. Als größte Posten sind jährlich zwischen 673 000 und 903 000 Euro unter anderem für die Realisierung der Ortsdurchfahrt veranschlagt. gi