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Austropop vom Feinsten

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Mit großartigem Austropop zog die Band »Leiwaund« die Zuhörer in der ausverkauften Theater-Strickerei Grabenstätt in ihren Bann. (Foto: Müller)

Mit über 80 Besuchern komplett ausverkauft war das umjubelte Konzert der Austro-Pop-Band »Leiwaund« in der Theater-Strickerei Grabenstätt. Einige Gäste mussten sogar an die Bar ausweichen. Von dort sahen sie zwar nicht auf die Bühne, aber ihren Ohren entging zum Glück nichts.


Die beiden Schwestern Sandra Hermann (Gesang und Piano) und Dr. Verena Reichardt (Gesang, Bass, Gitarre und Saxofon), ihr Vater Ossi Hermann (Gesang und Percussion), Tom Klaiber (Gesang, Gitarre und Harfe) sowie Martin Hutter (Gesang, Gitarre und Bass) begeisterten ihr Publikum mit Ohrwürmern von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, STS, Dr. Kurt Ostbahn, Die Seer, Ludwig Hirsch, Arik Brauer und Peter Cornelius sowie ihrem ausgefeilten, mehrstimmigen Gesang.

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Das war Austropop vom Feinsten, mit Herz, Leib und Seele und ganz großen Gefühlen – zum Mitsingen, Mitklatschen, Loslassen, Träumen und Genießen. Auch weniger Bekanntes aus Österreich hatten sie in ihrem reichhaltigen, musikalischen »Schatzkasterl«, das sie zur Freude der Besucher immer wieder öffneten. Kein Wunder, dass das dreistündige Konzert wie im Flug verging und niemand ohne Zugaben nach Hause gehen wollte.

Zum Warmlaufen ließ die Band das passende Lied »Ollas Leiwaund« von Georg Danzer erklingen. Schöne Erinnerungen riefen nicht nur die Peter-Cornelius-Schlager »Du entschuldige i kenn di« und »Reif für die Insel« wach. Sandra Hermann brillierte mit ihrer überzeugenden Interpretation des Die-Seer-Songs »Wia a wuids Wossa«. »Heiße Nächte in Palermo« gab es mit der Ersten Allgemeinen Verunsicherung.

Der STS-Klassiker »Kalt und Kälter« durfte genauso wenig fehlen wie die Fendrich-Ohrwürmer »Vü schena is des Gfüh«, »Strada del Sole«, »Es lebe der Sport«, »I am from Austria« und »Schickeria«. Von Wolfgang Ambros spielte die Band »Es lebe der Zentralfriedhof« und »Zwickts mi!«. Auch der Duett-Song »Zwa wir mia zwa« von Danzer und Ambros kam bestens an. Kurt Ostbahn erwies »Leiwaund« mit »Romeo, Romeo«, »Stern vom Prater-stern« und »Tornado« die Ehre. »Leiwaund« heizte ein, was das Zeug hielt. Höhepunkte waren auch das von Sandra Hermann selbst getextete Lied »Haferl Kaffee« auf die Melodie von »Hardrock Café« und der Titel von Ludwig Hirsch »Bitte nicht küssen« mit einem umwerfenden Saxofon-Solo von Verena Reichardt.

Arik Brauer machten die Musiker mit »sein Köpferl in Sand« die Aufwartung und Werner Müller mit dessen Austro-Reggae »Über sowos reg i mi net auf«. Auch die zum Ende angestimmten Ohrwürmer »Gib des Bandl aus de Hoar« von STS und »Bevor i geh« von Peter Cornelius werden noch lange nachklingen. Markus Müller

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