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Auswärtssieg! Golden State hält NBA-Finalserie offen

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Top-Star
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2:2-Ausgleich: Stephen Curry, Starspieler der Golden State Warriors, gewinnt mit seinem Team 103:82 in Cleveland. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Pop-Star
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Usher singt vor Beginn des vierten Finalspiels zwischen Cleveland und Golden State die US-amerikanische Nationalhymne. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Harte Verteidigung
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Clevelands LeBron James (l) wird hart verteidigt. Der Superstar erzielt 20 Punkte, trifft aber nur sieben seiner 22 Würfe. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Defensivspezialist
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Insbesondere mit der Verteidigung von Andre Iguodala (r) hat James große Probleme. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Variabel
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Auch in der Offensive ist Iguodala ein Faktor: Der 31-Jährige erzielt genauso wie Mitspieler Curry 22 Punkte. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Auswärtssieg
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Andre Iguodala (l) war der beste Mann bei den Golden State Warriors. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Platzwunde
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Schock in Halbzeit eins: James stürzt nach einem Foul auf eine Kamera und blutet am Kopf. Der Cavaliers-Forward kann aber weitermachen. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Topscorer
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Nicht James, nicht Curry: Clevelands Center Timofei Mosgow ist mit 28 Zählern der beste Punktesammler des Spiels. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Leistungssteigerung
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In den Partien zuvor hatte Curry Probleme mit Matthew Dellavedova. In Spiel vier trifft er 47 Prozent seiner Würfe. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Wurfschwäche
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Von Clevelands Ersatzspielern kommt in Spiel vier zu wenig: J.R. Smith trifft nur zwei seiner zwölf Würfe. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa

Cleveland (dpa) - Die Golden State Warriors halten den Titelkampf in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA offen. Durch einen überzeugenden 103:82-Auswärtssieg bei den Cleveland Cavaliers konnten die Kalifornier in der nach dem Modus best of seven ausgespielten Finalserie zum 2:2 ausgleichen.


Die Gastgeber um Superstar LeBron James dagegen kassierten die vierthöchste Pleite in der NBA-Finalgeschichte. »Ich denke, defensiv waren wir trotzdem ziemlich gut, aber offensiv waren wir furchtbar«, sagte James. Für ihn war die Partie bereits knapp drei Minuten vor Spielschluss beendet. Seine Cavs lagen aussichtslos mit 79:98 hinten, so dass Trainer David Blatt seinen sichtlich erschöpften Ausnahmespieler vom Parkett nahm.

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In den ersten drei Partien war Cleveland jeweils besser, diesmal hingegen hatten sie gegen famos aufspielende Warriors keine Chance. Gäste-Trainer Steve Kerr hatte eine kleinere Aufstellung gewählt, 2,13 Meter-Center Andrew Bogut auf der Bank gelassen und für ihn Andre Iguodala (1,98 Meter) von Beginn an gebracht. »Der größte Unterschied war nicht die veränderte Start-Aufstellung. Wir haben einfach härter gespielt. Es geht darum, jeden Ballbesitz so zu spielen, als wäre es dein letzter«, sagte Kerr.

Dennoch zahlte sich die Personalie Iguodala für ihn aus. Der Olympiasieger zeigte in der Defensive gegen James eine überragende Leistung, so dass der Cavaliers-Star diesmal nur 20 Punkte verbuchte und im klar verlorenen Schlussviertel (12:27) gar nicht mehr traf. In den ersten drei Partien hatte er im Schnitt noch 41 Zähler pro Partie erzielt. »Wir spielen bereits seit zehn Jahren gegeneinander, hatten einige großartige Schlachten. LeBron ist der beste Spieler der Welt, aber wir haben auch viele gute Leute«, sagte Iguodala. Bester Punktesammler war stattdessen Clevelands Center Timofei Mosgow mit 28 Zählern.

Neben seinen Defensiv-Qualitäten trug Iguodala auch entscheidend zur Offensive bei, war zusammen mit Spielmacher Stephen Curry erfolgreichster Werfer seines Teams (jeweils 22 Punkte). »Iggy war in den ersten vier Spielen unser bester Spieler«, lobte Kerr.

Sein Cavaliers-Pendant Blatt räumte ein, dass sein Team diesmal »etwas müde« gewesen sei. Die taktischen Veränderungen des Gegners hätten ihn nicht überrascht, so Blatt. »Sie mussten Anpassungen vornehmen, denn die ersten drei Partien gingen alle in unsere Richtung«, sagte der Coach.

In der ersten Halbzeit erlebte Blatt zusammen mit den Cavaliers-Fans eine Schrecksekunde, als James unter dem Korb in eine TV-Kamera fiel und am Kopf mit mehreren Stichen genäht werden musste. Nach der Partie klagte er über Kopfschmerzen. Dennoch dürfte seinem Einsatz am Sonntag in Oakland nichts im Wege stehen. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Kevin Love und Kyrie Irving sind die Cavaliers ohnehin mehr denn je auf James angewiesen.