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Autobahnen benutzen kostet nichts extra

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Autobahnen
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Auf manchen Autobahnen müssen Fahrer eine extra Gebührt zahlen: die Maut. Foto: Jens Büttner/zb/dpa Foto: dpa

Wer in unserem Nachbarland Österreich auf der Autobahn fahren will, muss einen Aufkleber an die Scheibe heften. Dieser Aufkleber heißt Vignette und kostet Geld: So zahlen die Autofahrer für die Straßen mit. Auch in Frankreich gibt es so eine Gebühr. Nur funktioniert sie ein bisschen anders: An Schaltern an verschiedenen Stellen bezahlen die Fahrer immer ein paar Euro.


In Deutschland hingegen zahlen die Autofahrer bisher nichts extra für die großen Straßen. Einige Politiker finden: Das geht so nicht! Wir brauchen zusätzliches Geld, um Autobahnen und Bundesstraßen zu reparieren! Deswegen wollten sie auch bei uns so eine Gebühr einführen. Viele nennen sie: Maut.

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Extra Geld zu zahlen finden aber viele Autofahrer blöd. Deswegen dachte sich die deutsche Regierung einen Plan aus: Zwar soll jeder Autobesitzer, der in Deutschland herumfährt, einmal im Jahr einen bestimmten Betrag zahlen. Aber die deutschen Autofahrer sollen dafür weniger Steuern zahlen, also Geld an den Staat. Das bedeutet: Eigentlich zahlen nur die ausländischen Fahrer die Maut.

Diese Idee stieß in unseren Nachbarländern auf Protest. Viele von ihnen finden die deutsche Idee ungerecht. Die Regierung von Österreich war so sauer, dass sie sogar vor den Europäischen Gerichtshof zog. Am Dienstag erklärten die Richter des Gerichtshofs: Die deutsche Maut-Idee verstößt gegen das Recht. Denn sie behandelt nicht alle Autofahrer gleich.

Und jetzt? Diese Idee klappe damit leider nicht, sagte der deutsche Verkehrsminister. Vielleicht arbeiten er und andere Politiker noch eine andere Idee für eine Maut aus. Mal sehen. Klar ist: Der Minister hatte damit gerechnet, durch die Maut pro Jahr etwa eine halbe Milliarde Euro zu bekommen. Die kann er jetzt erst einmal vergessen.