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Autodieb liefert sich einstündige Verfolgungsfahrt mit Polizei und rammt Dienstautos – fünf Beamte verletzt

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Foto: Patrick Seeger/dpa-Archiv

Freilassing/Ainring – Fünf verletzte Beamte und mehr als 70.000 Euro Schaden sind die Bilanz einer Verfolgungsfahrt zwischen zahlreichen Polizisten und einem Autodieb im nördlichen Berchtesgadener Land. Der Einheimische hatte bei seiner Flucht zwei Polizeifahrzeuge gerammt und bei seiner Festnahme einen Beamten in den Arm gebissen.


Gegen 21.50 Uhr hatten aufmerksame Anwohner einen möglichen Einbruch in eine Autowerkstatt in Freilassing-Hofham bemerkt und der Polizei gemeldet. Der zunächst unbekannte Mann drang wenig später tatsächlich in das Gebäude ein und entwendete einen weißen BMW der 3er Serie.

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Sofort wurden Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Freilassing und Laufen, der Grenzpolizei Piding sowie der Bundespolizei zur Fahndung ausgesendet und konnten kurz danach die Verfolgung des flüchtenden Diebes aufnehmen.

Es entwickelte sich dann eine knapp einstündige Verfolgungsjagd im nördlichen Berchtesgadener Land, bei der der Autodieb absichtlich zwei Dienstfahrzeuge rammte und ein dritten Polizeiwagen zu rammen versuchte. Die Fahrt führte dann unter anderem durch ein Maisfeld nach Ainring, wo der Flüchtende in einer Sackgasse den Wagen stehen ließ und zu Fuß weiter lief.

Letztlich konnte er kurze Zeit später von einer Polizeibesatzung in einem Feld gestellt und festgenommen werden. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. Er scheute auch vor einem Biss in den Arm eines Beamten nicht zurück.

Im Rahmen der folgenden Ermittlungen wurde bekannt, dass es sich bei dem Mann um einen 34-Jährigen aus dem Landkreis Berchtesgadener Land handelt. Er machte einen stark verwirrten Eindruck, weshalb er letztlich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde.

Bei der Verfolgung sowie der Festnahme wurden insgesamt fünf Polizeibeamte mittelschwer verletzt. Sie sind alle bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig und mussten ins Kreiskrankenhaus eingeliefert werden. An den beiden gerammten Einsatzfahrzeugen entstand Sachschaden von rund 40.000 Euro. Auch am entwendeten Kundenfahrzeug entstand erheblicher Schaden in Höhe von etwa 30.000 Euro.

Noch im Laufe des Freitags wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein ein Antrag auf Haftbefehl gestellt und eine Vorführung beim Ermittlungsrichter angeordnet.