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Selbst gezogene Tomatenpflanzen boten etliche Schüler beim Flohmarkt im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts an der Grund- und Mittelschule Grassau an. (Foto: Eder)

Autofreie und Nachhaltigkeitswoche an der Schule Grassau

Grassau – Unter dem Motto »Nachhaltiges Handeln« stand bei der Grassauer Grund- und Mittelschule eine ganze Schulwoche. Alle Schüler, die mit dem Rad, dem Roller, dem Einrad, Skates oder zu Fuß den Schulweg meisterten, wurden gezählt. Ein Höhepunkt war das Schulfest zum Nachhaltigkeitsprojekt mit Mitmachstationen und Verkaufsständen.


Carina Poebing-Wallentin organisierte mit ihren Schülern vor der Aktionswoche einen Schullandaufenthalt mit Fahrradanreise und Ausflügen nur mit dem Fahrrad. Dies war auch der Auftakt zur autofreien Woche an der Schule. Die Schüler wurden aufgerufen, möglichst auf das Mamataxi zu verzichten und den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu meistern, um zum einen CO² einzusparen, und zum anderen, um sich sportlich zu betätigen. In den Grundschulklassen traten über die Hälfte der Schüler den Schulweg mit dem Rad an. Sehr groß war die Resonanz in den dritten und vierten Klassen.

Mit einem Flohmarkt und Schulfest wurde das bereits 2020 mit dem Integrationspreis ausgezeichnete Projekt »Nachhaltigkeit«, initiiert von Mirela Mitrenko, weitergeführt. Die Schüler boten hierbei verschiedene Gegenstände an und suchten für diese nach einer zweiten Verwendung. Auch Schätze aus dem Schulfundus wurden angeboten, darunter alte Fotowände und Karten. Zudem konnten Tomatenpflanzen, von den Schülern selbst gezogen, erstanden werden.

An einer Station konnte das Gewicht von Unmengen an Konserven geschätzt werden. Diese Konserven brachten die Schüler mit als Spende. Für kleines Geld wurden Wundertüten verkauft und an Kuchen und Brotzeiten für die Flohmarkt - Besucher mangelte es ebenfalls nicht. Ein Glücksrad sorgte für Spannung. Schüler, Lehrer, Eltern und Besucher des Flohmarkts feierten gemeinsam in entspannter Atmosphäre.

Spannend gestaltete sich die Auszählung der »kilometerstärksten« Klasse. Alle gefahrenen Kilometer der Schüler innerhalb der Klassen wurden nach Schulweglänge ermittelt, addiert und so die sportlichste Klasse gekürt. Dies war Aufgabe der Klasse 7cM, die diese mathematische Herausforderung meisterte und den prozentualen Anteil der Klassen an den insgesamt gefahrenen 3660,6 Kilometern ermittelten.

Überragend beteiligte sich die Klasse 3c und wurde mit 346,8 Kilometern Streckensieger. In der Mittelschule toppte die Klasse 7cM die Konkurrenten mit 631,7 Kilometern.

Die Klasse mit der höchsten Beteiligung war die Klasse 4c. 73,8 Prozent der Schüler dieser Klasse bewältigten den Schulweg klimaneutral. In der Mittelschule war dies die Klasse 7cM, die ihren Preis an die Zweitplatzierten, die Klasse 9b weitergab. Die siegreichen Klassen wurden mit Eisgutscheinen belohnt.

Zudem wurden die Schüler mit den meisten gefahrenen Kilometern gekürt. Johanna Sachsenhammer fuhr in der autofreien Woche 76,8 Kilometer, Johanna Lermer 71 Kilometer und Veronika Puchstein 61,8 Kilometer. Benedikt Bauer legte 96 Kilometer zurück. Noah Dörtbudak 64 Kilometer und Ettma Leon 59,6 Kilometer. An der autofreien Woche beteiligten sich auch die Lehrer. Cornelia Schlegel kam auf 30,4 gefahrene Kilometer, Philipp Bernhofer sogar auf 75 Kilometer. Die Sieger durften unter wertvollen Sachpreisen, gesponsert von den Sportgeschäften der Region, wählen. Die Eisgutscheine stiftete der Förderverein der Grund- und Mittelschule.

Überwältigt und begeistert von dem Engagement der Schüler zeigte sich das Lehrerkollegium. Stolz ist Carina Poebing-Wallentin auch auf ihre Klasse 7cM, die sich stark bei den Vorbereitungen und der Auswertung hervortat. »Um meine Schüler ist mir nicht bange, sie werden ihren Weg gehen und sind bereits jetzt durch diese Projektarbeit akribisches Arbeiten unter Stressbedingungen gewöhnt«, lobte sie. Einige Schüler nahmen enorme Strapazen auf sich, legten lange Wege mit Rollerblades oder sogar mit dem Einrad zurück – und das auch nach der Projektwoche.

tb