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Automobilslalom darf im November stattfinden

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Der Veranstalter hofft auf gutes Wetter, denn der Automobilslalom findet erst im November statt. (Archivfoto: Wechslinger)

Schönau am Königssee – Der Automobilslalom am Parkplatz Königssee darf heuer zum sechsten Mal stattfinden – das entschied der Gemeinderat einstimmig in seiner Sitzung am Dienstagabend.


Schon fünf mal veranstaltete der Motorsportclub Schönau am Königssee (MSC) den Slalom. Doch am 10. Juni 2018 passierte ein schwerer Unfall – ein Kia-Sportwagenfahrer verlor die Kontrolle über den Wagen und durchbrach die Siloballenbegrenzung. Dabei wurden sieben Menschen teils schwer verletzt. Damals wollte Bürgermeister Hannes Rasp dem Veranstalter keine Hoffnung auf eine weitere Auflage der Veranstaltung machen.

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Allerdings beruhte der Unfall auf einem Fahrfehler des Lenkers. Anfang des Jahres erklärte Hannes Rasp dann, dass ein weiterer Slalom nur dann in Frage käme, wenn der MSC ein überarbeitetes Sicherheitskonzept vorlegen würde. Erst danach könnte der Gemeinderat eine abschließende Entscheidung treffen. »Wenn das Sicherheitskonzept stimmt, können wir die Veranstaltung durchführen«, so Hannes Rasp.

Dieses Konzept liegt nun vor und wurde auch von einem Rennleiter bestätigt. Erforderlich sei demnach, dass das Krankenhaus Berchtesgaden und die Leitstelle (ILS) Traunstein rechtzeitig vor der Veranstaltung schriftlich informiert werden. Anstelle von fünf Handfeuerlöschern müssen nun mindestens sechs vorhanden sein. Darüber hinaus muss die Streckenführung so geplant werden, dass im unteren Parkplatzteil in Richtung Touristinformation die Geschwindigkeit erheblich reduziert wird.

Auch die Anzahl der Siloballen am Anfang der beiden Parkstreifen nördlich der Touristinformation muss erhöht werden. Die Ballen müssen im 50-Zentimeter-Abstand aufgestellt werden und mit einem Spanngurt zu einem festen Verbund zusammengegurtet werden. Nach einer Pufferzone von fünf Metern zu den Siloballen muss eine weitere Absperrung in Form von Betonblöcken aufgestellt werden. Erst nach einem weiteren Puffer von mindestens sieben Metern kann der Zuschauerzaun (Bauzaun oder Holzzaun) aufgestellt werden.

Den vom MSC vorgeschlagene Termin am 29. September will Rasp allerdings nicht bestätigen. »Da ist noch Hauptsaison, da werden viele Touristen da sein.« Die Veranstaltung soll am 3. November stattfinden (ursprünglich vom MSC als Ausweichtermin vorgeschlagen).

Der Vorsitzende des MSC, Christian Irlinger, befürchtet, dass das Wetter im November nicht mehr mitspielen wird. Die Entscheidung liege aber beim Gemeinderat. »Dann wird es der 3. November«, so der Bürgermeister. Lena Klein