Autoreifen schleudert auf die Gegenfahrbahn: Mehrere Fahrzeuge kollidieren

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Foto: BRK BGL

Anger/Aufham– In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind auf der A8 bei Aufham bei einem folgenreichen Unfall mit mehreren Autos zwei Menschen verletzt worden. Den bisherigen Ermittlungen der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein zufolge war ein 85-jähriger Slowene aus bislang ungeklärter Ursache in Fahrtrichtung Salzburg nach links von der Fahrbahn abgekommen, wobei er so massiv die Mittelschutzplanke prallte, dass ihm der linke  Vorderreifen herausgerissen wurde. Alle Airbags lösten aus, der 85-Jährige blieb unverletzt und sein Wagen blieb rund 100 Meter weiter stehen.


Der herausgerissene Reifen schleuderte durch die Wucht des Aufpralls auf die Gegenfahrbahn Richtung München. Ein Autofahrer konnte dem Reifen noch ausweichen, der hinter ihm fahrende 34-jährige Würzburger übersah den Reifen und kollidierte mit ihm. Durch den Zusammenstoß mit dem Reifen entstand am Pkw Totalschaden, alle fünf Insassen, darunter zwei Kinder, blieben unverletzt. Auch der nächste Pkw, der von einem 81-jährigen Augsburger gelenkt wurde, konnte dem Reifen nicht mehr ausweichen, wodurch das Fahrzeug in die rechte Leitplanke geschleudert wurde. Der Fahrer und seine 65-jährige Beifahrerin erlitten nach erster Einschätzung leichte Verletzungen.

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Die kurz nach Mitternacht vom Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Piding nachgeforderten Rettungswagen-Besatzungen des Reichenhaller und Teisendorfer Roten Kreuzes untersuchten den letztlich dann unverletzten 85-jährigen Slowenen und das leicht verletzte Augsburger Paar und brachte die Frau und den Mann dann zur weiteren Versorgung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Pkw des Augsburger Ehepaars entstand ebenfalls Totalschaden. Mehr Glück hatte der letzte Fahrer in der 3er-Reihe: Der österreichische Kleintransporter-Fahrer konnte dem Reifen zwar nicht mehr ausweichen; er touchierte ihn aber nur leicht, so dass lediglich das Kennzeichenschild vorne abgerissen wurde.

Die Freiwillige Feuerwehr Piding und die nachgeforderte Freiwillige Feuerwehr Anger sicherten die Unfallstelle ab, leuchteten die Einsatzstelle aus, stellten den Brandschutz sicher und reinigten die Fahrbahn. Die A8 musste dafür in beide Richtungen mehrmals komplett gesperrt werden, um Trümmer zu beseitigen und die Fahrzeuge abschleppen zu können. Die Autobahnmeisterei Siegsdorf war ebenfalls mit mehreren Arbeitern vor Ort. Schätzungen der Polizei zufolge entstand Sachschaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Der Rückstau hielt sich aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens in Grenzen. Die Polizei leitete gegen den unfallverursachenden Slowenen ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein.

fb/red