Bahnanlagen sind weder Fotokulisse noch Spielplatz: Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichem Leichtsinn zur Ferienzeit

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Foto: Bundespolizei

Die Bundespolizei Freilassing warnt vor den tückischen und tödlichen Gefahren im Schienenverkehr und bittet vor allem Eltern, mit ihren Kindern darüber zu sprechen.


Nach monatelangen strikten Kontaktbeschränkungen und Distanzunterricht werden sicher viele Schülerinnen und Schüler die Ferienzeit nutzen, um die aufgeschobenen kleinen und großen Abenteuer nachzuholen.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing möchte angesichts dieser großen Erlebnislaune auf einen viel zu oft in tragischen Unfällen endenden Leichtsinn aufmerksam zu machen. Leider begeben sich Kinder und Jugendliche immer wieder bei Selfie-Aktionen im Gleichbereich, beim Klettern auf abgestellte Waggons oder beim „Abkürzen“ über Bahngleise mehr oder weniger bewusst in Lebensgefahr.

Dabei werden beispielsweise die Geschwindigkeit und der Bremsweg von Zügen häufig fatal unterschätzt. Sogar bei einer Schnellbremsung kommt ein Zug nämlich oft erst nach 1000 Metern oder mehr zum Stehen und wird häufig erst dann wahrgenommen, wenn es schon zu spät ist.

Weitgehend unbekannt ist außerdem, dass es bei Bahnoberleitungen ohne Berührung sogar trotz mehreren Metern Entfernung zu tödlichen Stromschlägen kommen kann. Bei mehr als 1000 Ampere und 15.000 Volt bestehen hierbei kaum Überlebenschancen.

Deshalb bittet die Bundespolizeiinspektion Freilassing Eltern darum, die kostenlosen, altersgerechten Materialen der Deutschen Bahn und der Bundespolizei gemeinsam mit ihren Kindern anzuschauen und sich bei Fragen mit der Bundespolizei in Verbindung zu setzen.

www.olis-bahnwelt.de/sicher_unterwegs

www.deutschebahn.com/sicherheit

www.bundespolizei.de/Web/DE/02Sicher-im-Alltag/04Sicher-auf-Bahnanlagen/Sicher-auf-Bahnanlagen_node.html

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