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Bahnverkehr nach Unwetter weiter gestört

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Hotelzug
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Ein Hotelzug steht am Hamburger Hauptbahnhof für gestrandete Reisende bereit, die aufgrund der Wetterlage nicht weiterreisen konnten. Foto: Bodo Marks Foto: dpa
Liegengebliebener ICE
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Ein ICE steht in Bielefeld nach einem Unwetterschaden auf der Bahnstrecke. Foto: Barbara Franke Foto: dpa
Unwetter in Hamburg
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Eine umgestürzte Kastanie liegt in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt ein parkendes Auto unter sich. Foto: Daniel Bockwoldt Foto: dpa
"Zug fällt aus"
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Auf einer Hinweistafel im Berliner Hauptbahnhof werden Zugverspätungen angezeigt. Reisende müssen sich nach dem Sturmtief "Paul" auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Unwetter in Hannover
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Mit Bugwelle: Ein Rollerfahrer bahnt sich seinen Weg durch einen übefluteten Stadtteil in Hannover. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Aufräumen in Berlin
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Feuerwehrmänner sind an der gesperrten Zufahrt zur Insel Schwanenwerder in Berlin mit der Sicherung eines beschädigten Baumes beschäftigt. Foto: Ralf Hirschberger Foto: dpa
«Aufenthaltszug»
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«Aufenthaltszug» - ein Begriff, den Bahnreisende noch lernen müssen. Wegen des Unwetters stellte die Bahn Züge bereit, in denen gestrandete Fahrgäste warten konnten. Foto: Silas Stein Foto: dpa
Blitze in Oberfranken
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Blitze erhellen in der Nacht zum Freitag den Himmel über dem oberfränkischen Bad Staffelstein. Foto: Nicolas Armer Foto: dpa
Gewitter
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Eine von Blitzen erhellte Gewitterzelle zieht in der Nacht über den Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul Foto: dpa
Hauptbahnhof in Hannover
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Drinnen ist das neue Draußen: Reisende im überschwemmten Hauptbahnhof von Hannover. Foto: Silas Stein Foto: dpa
Nach den Unwettern
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Unter der Bahnbrücke am Südring in Rostock stehen nach den Unwettern in der Nacht die Straßenbahnschienen unter Wasser. Foto: Joachim Mangler Foto: dpa
Unwetter in Hannover
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Feuerwehrmänner schneiden nach einem schweren Unwetter in Hannover ein Fahrzeug unter einem Baum frei. Foto: Peter Steffen Foto: dpa
Umgestürzter Baum
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Feuerwehrleute heben in Havighorst (Schleswig-Holstein) mit einem Kran einen umgestürzten Baum von einem Haus. Foto: Daniel Bockwoldt Foto: dpa

Mit Starkregen und Hagel ist Sturmtief «Paul» über das Land gezogen. Vor allem Reisende und Wochenendpendler werden unter den Auswirkungen des Unwetters noch zu leiden haben.


Hamburg (dpa) - Nach dem heftigen Sturmtief «Paul» mit mindestens zwei Todesopfern ist der Bahnverkehr in Deutschland noch immer gestört. Die ICE-Strecke von Berlin nach Düsseldorf und Köln ist aber in beiden Richtungen wieder frei.

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Zuvor hatte es eine stundenlange Sperrung der wichtigen Ost-West-Achse gegeben. Bei Gütersloh hatte der Sturm die Oberleitung abgerissen.

Die Strecke Hamburg-Hannover bleibt voraussichtlich bis zum Mittag gesperrt, wie die Deutsche Bahn in Berlin mitteilte. Auch hier wird der Fernverkehr umgeleitet. Das bedeutet aber Verspätungen - das trifft viele Reisende ausgerechnet vor dem Wochenende. Der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Bremen rollt hingegen wieder. In Ostdeutschland sind viele Regionalstrecken betroffen.

«Paul» war am Donnerstag und in der Nacht mit Gewittern, Starkregen, Hagel und einem Tornado über die Nordhälfte Deutschlands gezogen. Mindestens zwei Menschen starben in Niedersachsen: Ein 50-Jähriger wurde nahe Uelzen in einem Auto von einem umstürzenden Baum erschlagen. Bei Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durchs Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war.

Allein in Hamburg rückte die Feuerwehr laut Sprecher bis zum Freitagmorgen rund 240 Mal aus. Bei den Einsätzen waren demnach meist Bäume auf Straßen, Häuser oder Bahngleise gefallen. Am Bahnhof Altona richteten Hilfsorganisationen am Donnerstagabend eine Notunterkunft für gestrandete Bahnreisende ein, wie ein Feuerwehr-Sprecher sagte. Weitere 300 Schlafplätze standen den Festsitzenden in einer Schule zur Verfügung. Die Bahn stellte zudem vier Schlafwagenzüge bereit.

In Berlin wurde ein Flüchtlingsheim mit 200 Bewohnern geräumt, weil ein Blitz in ein Nachbargebäude eingeschlagen war. Nach Angaben der Feuerwehr fing der Garagenkomplex gegen 4.45 Uhr Feuer, insgesamt brannten etwa 170 Quadratmeter. Wegen der starken Rauchentwicklung räumten die Einsatzkräfte die nahe Flüchtlingsunterkunft. In der Hauptstadt gab es 300 wetterbedingte Feuerwehreinsätze. Im Berliner Olympiastadion gab die Popgruppe Depeche Mode trotz heftiger Gewitterschauer vor Tausenden durchnässten Fans ein Konzert.

Derweil musste die Rockband Guns N' Roses in Hannover ihre Show unterbrechen. Rund 70 000 Fans mussten den Zuschauerraum verlassen und wurden in einer angrenzenden Messehalle untergebracht. Nachdem das Unwetter durchgezogen war, setzte die Band das Konzert fort.

Sturmtief brachte Deutschland extreme Regenmengen