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Landtagspräsidentin Ilse Aigner freut sich über die Auszeichnung »Bairische Sprachwurzel«. Foto: dpa

»Bairische Sprachwurzel« – Auszeichnung für Landtagspräsidentin Ilse Aigner

Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner stammt aus dem Landkreis Rosenheim und scheut sich nicht, ihren heimatlichen Dialekt zu sprechen. Dafür ist sie in Straubing mit der »Bairischen Sprachwurzel« ausgezeichnet worden.

Der Bund Bairische Sprache verleiht den Preis jedes Jahr an eine bekannte Persönlichkeit, die öffentlich an ihrem Dialekt festhält. Aigner habe auch während ihrer Zeit als Bundeslandwirtschaftsministerin in Berlin mit bairischer Sprachfärbung ihre Herkunft unterstrichen, sagte Sepp Obermeier, Vorsitzender des Bunds Bairische Sprache.

Das Preisvergabekriterium »Prominente, die bei offiziellen Anlässen einen Tabubruch begehen und Bairisch reden« habe Ilse Aigner erfüllt. In der BR-Fernsehsendung »Gipfeltreffen« mit Moderator Werner Schmidbauer »knickte sie bei der Bergwanderung bereits an der Talstation dialektal ein und erreichte schließlich den Gipfel nach einer Dreiviertelstunde hundertprozentig auf Mittelbairisch«.

Aigner zeigte sich erfreut über die Auszeichnung, »für die man nichts tun muss, außer das, was man immer tut: nämlich Bairisch reden«. Eine Selbstverständlichkeit sei das aber nicht immer gewesen. Während ihrer Schulzeit sei es nicht immer gut angesehen gewesen, vielmehr habe es geheißen: »Die kann nicht gescheit Deutsch reden«.

Schön am Dialekt sei, dass es viele Wörter im Hochdeutschen gar nicht gebe oder dass sie regional unterschiedlich seien. So könne man hören, wo jemand herkomme, sagte Aigner. Und: »Kracherl klingt doch viel schöner als Limo.« Dass der bairische Dialekt auch im hohen Norden beliebt sei, zeige sich zum Beispiel an den »Eberhofer«-Krimis, die auch dort viele Fans hätten.

Zu den früheren Preisträgern der »Bairische Sprachwurzel« zählt Papst Benedikt XVI., der sie 2006 im Vatikan überreicht bekam. Ansonsten fand die Feier immer in Straubing während des Gäubodenvolksfests statt.